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Sport im Verein: Kinder probieren Judo beim SFD

Sport im Verein : Kinder probieren Judo beim SFD

Beim Verein für Sport und Freizeit boomt zurzeit der Kampfsport. In vierwöchigen kostenlosen Kursen können Kinder zwischen sechs und acht Jahren jetzt die Sportart Judo ausprobieren. Das Angebot wird gut angenommen.

Früh übt sich, wer ein erfolgreicher Judokämpfer werden will. Und deswegen hat der SFD’75 vielen Jungen und Mädchen im Alter zwischen sechs und acht Jahren zu einem kostenlosen Einsteiger-Judo-Workshop in die Turnhalle der Mosaikschule Am Massenberger Kamp eingeladen. Prompt tobten sich beim ersten Treffen vierzehn junge Wilde zum Auftakt eines vierwöchigen Schnupperkurses auf den Matten mal so richtig aus.

Trainer Joel Beyer und seinem Co-Coach Jonathan Schmitz standen der neunjährige Erik und sein jüngerer Bruder Marc als bereits erfahrene Judoka zur Seite, um den Neulingen bei den ersten Fall- und Wurfübungen die richtigen Bewegungsabläufe zu demonstrieren.

„Beim Judo gewinnen die Kinder Vertrauen in ihre eigene Stärke und erlernen Werte wie Respekt und Disziplin“, erklärt Beyer. Der 23-Jährige ist Inhaber des Trainer-C-Scheins und Träger des braunen Gürtels (1. Kyu-Grad). Spielerisch sollen die Kleinen an den Kampfsport herangeführt werden. Das Aufwärmspiel „Hund“ ist da ein passendes Beispiel, wobei die auf der Matte knienden Vierbeiner alle um sie herumlaufenden Zweibeiner zu Fall bringen müssen.

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Der achtjährige Alexander ist mit Begeisterung dabei. Mama Nicole hat ihren Sohn mit einem Deal animiert, bei dem vierwöchigen Kurs mitzumachen – damit er in seiner Freizeit nicht immer nur mit seinem iPad herumspielt. Zur Belohnung ist iPad spielen anschließend erlaubt. „Judo wird ihm gefallen“, glaubt die Mutter. Schließlich hat Alexander bei einer Kung Fu-AG, die an seiner Grundschule am Rheindorfer Weg im Rahmen der Nachmittagsbetreuung angeboten wird, begeistert mitgemacht und sogar die Tiger-Prüfung bestanden.

„Technik und Koordination stehen beim Judo im Vordergrund“, betont Trainer Joel Beyer, der sich schon als Kindergartenkind dem Judo verschrieben hat. Beim SFD ist Beyer, der gegenwärtig an der Düsseldorfer Heine-Uni Sozialwissenschaft studiert, seit 2011 als Betreuer, Übungsleiter und Trainer tätig.

Das Stärken von Selbstvertrauen ist für Junos Mutter Regina der Grund, weshalb sie ihre sechsjährige Tochter, die vor kurzem erst in die St. Apollinaris Grundschule in Himmelgeist eingeschult wurde, zum Workshop angemeldet hat. Sport ist ohnehin Junos Ding. Fußball will sie auch spielen – genau wie ihre große Schwester Cara beim FSV Mädchenpower in Hilden.

„Judo boomt bei uns“, bestätigt auch die SFD-Geschäftsführerin Andrea Haupt. Innerhalb eines Jahres hat sich die Mitgliederzahl in der von Sven Siebert geleiteten Judoabteilung von 70 auf 140 verdoppelt. „Und wir wachsen weiter“, erhofft sich Andrea Haupt. Ideen wie der Einsteiger-Judo-Workshop sollen dabei helfen.

„Ich war überrascht, wie viel sich die Kinder beim ersten Mal zugetraut haben“, zieht Joel Beyer ein zufriedenstellendes Fazit. Selbst beim Kennenlernen des Morote seio otoshi, der sich als einfacher Wurf auch für Anfänger eignet, bewiesen die meisten Kids Mut und dürften beim nächsten Workshop-Termin wieder dabei sein.