Wohnen in Düsseldorf Kaputter Aufzug in Holthausen ist endlich repariert worden

Düsseldorf · Bei den Bewohnern eines Mehrfamilienhauses in Düsseldorf-Holthausen ist die Erleichterung groß. Monatelang haben sie sich zuvor über einen defekten Fahrstuhl und die Konsequenzen beschwert.

Der kaputte Aufzug hat den Bewohnern der Geeststraße 81 ein halbes Jahr lang Probleme bereitet. Nun ist er endlich repariert worden.

Der kaputte Aufzug hat den Bewohnern der Geeststraße 81 ein halbes Jahr lang Probleme bereitet. Nun ist er endlich repariert worden.

Foto: Anne Orthen (orth)

Ein halbes Jahr hat es gedauert, nun funktioniert der Aufzug im Mietshaus an der Geeststraße 81 wieder. Der kaputte Fahrstuhl hatte, Kostenpflichtiger Inhalt wie wir vor einem Monat berichtet haben, unter anderem eine Rollstuhlfahrerin, die im sechsten Stock wohnt, und eine Nachbarin, die am Knie operiert wurde, vor großen Schwierigkeiten gestellt. Entsprechend groß ist die Erleichterung bei den Anwohnern jetzt.

 Bis zu 108 Treppenstufen mussten die Bewohner aufgrund des kaputten Fahrstuhls auf dem Weg in die Wohnung besteigen.

Bis zu 108 Treppenstufen mussten die Bewohner aufgrund des kaputten Fahrstuhls auf dem Weg in die Wohnung besteigen.

Foto: Kim-Khang Tran

Eine Mieterin, die ganz oben im siebten Stock wohnt und die meisten Treppenstufen hinauflaufen musste, erzählt, dass der Aufzug am Montag repariert wurde – ohne viel Wirbel: „Die kamen unangemeldet, haben deren Arbeiten durchgeführt und waren wieder weg“, so die Anwohnerin, die ihren Namen nicht nennen möchte. Bereits in der vergangenen Woche seien Handwerker erschienen, um Wasser aus dem Schacht abzupumpen.

 Peter Piotrowski freut sich für die betroffene Familie, die er durch seine ehrenamtliche Arbeit kennt und bei ihrem Anliegen unterstützt hat.

Peter Piotrowski freut sich für die betroffene Familie, die er durch seine ehrenamtliche Arbeit kennt und bei ihrem Anliegen unterstützt hat.

Foto: Peter Piotrowski

Zuvor hatten die Bewohner sich monatelang bei der Zentral Boden Vermietung und Verwaltung GmbH (ZBVV) beschwert. „Spätestens ab der fünften Kalenderwoche sollte der Aufzug wieder funktionstüchtig sein“, hatte ein ZBVV-Sprecher auf Anfrage mitgeteilt. „In Bezug auf den Aufzug sind wir auf belastbare Aussagen seitens des Dienstleisters angewiesen. Wenn diese nicht erfolgen, beispielsweise bei der Lieferung eines Ersatzteils, können wir leider keine konkreten Zeiträume benennen.“

„Meine Familie und ich können es gar nicht in Worte fassen, wie glücklich wir darüber sind“, sagt die Mieterin aus dem siebten Stock. „Endlich kehrt die Normalität wieder zurück.“ Zur Feier haben sie ihr und ihr Mann mit ihren Kinder Waffeln gegessen. „Für meine Tochter geht es ab nächster Woche dann wieder in den Kindergarten“, so die Bewohnerin. Ihre vierjährige Tochter ist gehörlos und konnte seit dem vergangenen August nicht mehr zum Kindergarten gehen: Alleine konnte sie die 108 Treppenstufen nicht sicher hinuntergehen, ihr Vater musste arbeiten, ihre Mutter wiederum auch auf die anderen Kinder aufpassen.

Dankbar ist die Anwohnerin für die Unterstützung, die sie unter anderem von Peter Piotrowski erhalten hat. Der 76-Jährige fährt ehrenamtlich behinderte Kinder, aktuell speziell gehörlose Kinder, zum Kindergarten oder zur Schule. „Einer muss die Kinder fahren“, sagt der Elleraner, und das seien in der Regel Rentner oder Mütter. Bis der Aufzug kaputt ging, hatte auch das Mädchen aus Holthausen dazu gezählt.

„Damals hatte alles toll funktioniert“, erinnert sich Piotrowski, von den Kindern „Pio“ genannt, weil das einfacher auszusprechen sei. Dann sei die Vierjährige aber aufgrund des defekten Fahrstuhls von der Außenwelt abgeschnitten gewesen. Nun freue es ihn sehr, „dass der Aufzug endlich wieder funktioniert und die Bewohner nicht mehr eingesperrt sind. Gespannt sei er darauf, wie nun für das Mädchen der erste Tag zurück im Kindergarten nach dem monatelangen Fernbleiben sein wird.

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