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Holthausen: Eine 18-Jährige belebt die Jungschützen wieder

Holthausen : Lea wirbt für die Jungschützen

Seit vergangenem Sommer ist Lea Strauch (18) Jugendsprecherin bei den Holthausener Schützen. Sie hat sich so einiges vorgenommen: Ab sofort möchte sie junge Menschen für den Verein und das Schützenwesen begeistern.

Die Jugend für das Schützenwesen zu begeistern, ist nicht einfach. Das weiß auch Lea Strauch. Die 18-Jährige hat sich im vorigen Jahr im Sommer entschlossen, die Jugend bei den Holthausener Schützen wiederzubeleben und ließ sich deswegen zur Jugendsprecherin wählen. Im Moment arbeitet sie mir ihrem kleinen Team daran, dass die bis 25-Jährigen wieder eine eigene Heimat im Verein haben.

Dass sie selbst Schützin geworden ist, liegt sozusagen im Blut. Ihr Vater hat einst die Jungschützen-Abteilung mit gegründet und war dort schon Jugendsprecher; ihre Mutter ist Mitglied im Tambourscorps und spielt dort Querflöte. „Das fand ich so toll, dass ich jetzt auch seit drei Jahren aktiv dabei bin“, erzählt Lea Strauch, die gerade eine duale Ausbildung zur Logopädin macht. Und natürlich hat sie sich auch die Querflöte ausgesucht.

Auch wenn die Ausbildung und ihre Verpflichtungen im Tambourcorps sie zeitlich schon stark fordern, will sie die Jugendabteilung wieder neu beleben. Die hatte ihre Blütezeit in Holthausen zwischen 2004 und 2015, als es sogar ein eigenes Jungschützen-Regiment gab. Heute sind die jugendlichen Mitglieder über die Kompanien verteilt, zu denen sie gehören.

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Über viele Jahre war damals der heutige Schützenchef Christian Stein Jugendsprecher, genauer gesagt von 2001 bis 2012. Daran erinnert er sich gerne zurück. „Es war so eine tolle Zeit; wir waren über 30 Jugendliche und haben viel zusammen unternommen“, erzählt Stein. Drei Jahre später brach die Kompanie aber auseinander und bis zum Sommer 2017 gab es kein Lebenszeichen. Bis dann Lea Strauch den Schützenchef fragte, was der denn davon halte, die Jugend wiederzubeleben. „Ich finde dieses Engagement ganz toll“, sagt Stein. Denn auch er weiß, dass, wenn das Schützenwesen keinen Nachwuchs bekommt, es irgendwann ausstirbt. „Ich habe schon überlegt, ob wir ein neues Konzept entwickeln müssen, um junge Leute besser anzusprechen“, sagt er.

Lea Strauch weiß aus ihrem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis, dass das so einfach nicht ist. „Viele finden es immer ganz toll, wenn ich erzähle, was wir so machen“, erzählt die 18-Jährige. Immerhin einen Neuling haben die Jungschützen inzwischen anwerben können. „Wir sind eine coole Truppe und haben so viel Spaß zusammen“, macht Strauch Werbung für das Team.

Beim Fest am Wochenende lassen sie auch wieder die Tradition aufleben, dass die Jungschützen etwas zum Programm beisteuern. „Im vergangenen Jahr haben wir die Festzeltbesucher raten lassen, was Wörter aus der Jugendsprache bedeuten“, sagt sie.

Um jüngere Leute für das Schützenwesen zu begeistern, laden die Holthausener Schützen inzwischen zum siebten Mal am Freitagabend zur Schlagerparty. In diesem Jahr kommen die Stimmungssänger Tim Toupet und Lorenz Büffel. „Das spricht eher die Jüngeren an“, sagt Stein. Auch in den vergangenen Jahren kamen zur Schlagerparty, bei der schon Michelle und Jürgen Drews waren, viele junge Leute. Doch noch haben die Schützen kein Rezept gefunden, wie man aus Gästen Mitglieder machen kann. Dabei wäre ja so vieles möglich. Stein: „Die Fahne für die Jungschützen-Kompanie gibt es ja noch.“

Für Lea Strauch steht es außer Frage, dass sie den Schützen treu bleibt. „Ich hatte in der Vergangenheit schon viele Interessen und Hobbys, aber einzig die Schützenleidenschaft ist bislang geblieben“, sagt sie.