Heerdt: Grundschule fördert kleine Ingenieure

Heerdt : Grundschule fördert kleine Ingenieure

Mit neuen Legokästen können die Kinder der Heine-Grundschule Roboter bauen und programmieren.

"Nein, nicht das Teil. Das ist zu kurz", korrigiert Konstantin seinen Klassenkameraden Deniz. Beide besuchen die zweite Klasse der Heinrich-Heine-Grundschule in Heerdt. Zusammen mit ihrer Lehrerin Anna-Katrin Niederau präsentieren die beiden Jungen die neueste Errungenschaft der Schule: Mit Hilfe einer Spende der Stadtsparkasse konnte der Förderverein dreißig Lego-Roboter-Kisten für die Schule kaufen. In Arbeitsgemeinschaften werden damit nach Anleitung kleine Lego-Roboter gebaut. Diese werden dann mit Hilfe eines Tablets programmiert. "Die Tablets sind schon da - eine gute Gelegenheit, den Kindern die Programmier-Sprache leicht beizubringen", erklärt Schulleiterin Annette Anner.

Wie gut das Geld investiert wurde, zeigten Konstantin und Deniz jetzt den Stadtsparkassen-Mitarbeitern Heinz Kotschmar und Julia Becker. Die Schüler bauen einen "Bienen-Roboter", der zeigt, wie Blütenbestäubung funktioniert. Beide Jungs spielen auch zu Hause sehr gerne mit Lego und sind in kürzester Zeit fertig. Während Deniz lieber baut, scheint Konstantin beim Programmieren viel Spaß zu haben. Immer wieder probiert er Neues aus. "Man kann die auch komische Dinge sagen lassen", sagt er mit einem Grinsen. Ingenieur möchte der Siebenjährige aber nicht werden. "Ich werde mal Bundespräsident!"

Auch Julia Becker versucht sich am Bau eines Roboters. So ganz rund läuft das allerdings nicht. "Da ist noch etwas Förderbedarf", sagt Anner. Konstantin hat schnell eine Lösung parat. "Kommen Sie nächsten Freitag zur AG. Da sind noch ein paar Kisten frei." Trotz ihres kleinen Misserfolges ist Becker begeistert. "Das ist faszinierend. Ich war früher nicht so die Legogeneration, aber das macht schon Spaß." Auch Kotschmar und der Vorsitzende des Fördervereins, Michael Gotthardt, sind überzeugt von ihrer Investition. Besonders die gute Teamarbeit hat es ihnen angetan. "Das ist absolut klasse", urteilt Kotschmar.

Haben die Schüler erst einmal die Basis erlernt, können sie sich auch an eigenen Projekten versuchen. Konstantin hat der Schulleiterin schon versprochen, ihr einen Putzroboter zu bauen. Manchmal passierten auch witzige Dinge, erzählt Anner. Die Mitglieder einer Gruppe seien einmal sehr verwirrt gewesen, wieso keiner ihrer Roboter auf ihr Kommando hören würde. Da rief ein Schüler plötzlich, er hätte die Roboter gehackt. Allesechs Roboter würden nun allein auf sein Kommando hören.

(RP)
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