Heerdt : Ein Platz wird schöner

Die Kirchengemeinde St. Antonius und St. Benediktus und der Bürgerverein Heerdt sind in der Gestaltung des alten Kirchhofs am Nikolaus-Knopp-Platz ein Stück vorangekommen. Unterstützung kommt von Schützen und Karnevalisten.

Die Bevölkerung in Düsseldorfs westlichstem Stadtteil wächst. Wenn alle Bauvorhaben abgeschlossen sind, dann ist mit einem Zuwachs von etwa 50 Prozent zu rechnen. Anlass für die ortsansässigen Vereine, sich auch um ein annehmbares Umfeld zu kümmern, eben auch Straßen und Plätze zu gestalten. Dabei nimmt der Nikolaus-Knopp-Platz eine zentrale Rolle ein. Derzeit gleicht er allerdings wegen des künftigen Hochbahnsteigs eher einer Baustelle. Ob der Platz nach Fertigstellung des Hochbahnsteigs schöner sein wird, bleibt dahingestellt. Eine Aufwertung ist aber schon sicher: Der alte, von einer Mauer umgebende Kirchhof bekommt eine Schönheitskur und soll dann der Öffentlichkeit als Treffpunkt zur Verfügung stehen.

So soll das Plätzchen aus Sicht der Straße Alt-Heerdt einmal aussehen: rechts die St. Benediktuskirche, links der Nikolaus-Knopp-Platz. Foto: Architekt Achim Sökefeld

Die Katholische Kirchengemeinde St. Antonius und St. Benediktus, der Bürgerverein Heerdt und auch die Heerdter Schützen wie auch der neugegründete Karnevalsverein HKV ziehen an einem Strang, haben Ideen und Pläne entwickelt, wie der direkt an die Benediktuskirche grenzende Bereich mit seinen Bäumen schöner werden kann. Im Oktober informierten die Organisatoren die Öffentlichkeit über ihre Vorstellungen. Zu dem Zeitpunkt war alles noch unsicher, doch nun kamen sie überein: "Wir machen das jetzt einfach." Zumal das Erzbistum Köln in Vorgesprächen grünes Licht gegeben hatte. Es wird sich darüber hinaus gemeinsam mit der Pfarrei an den Kosten von 120.000 Euro beteiligen. Und nun geht alles ganz schnell: "Im Frühjahr 2017 werden wir mit den Bauarbeiten beginnen", teilt Andreas Bahners vom Kirchenvorstand mit. "Im Augenblick laufen die Ausschreibungen, ein Bauantrag ist nicht nötig."

Geplant ist, das Erdreich des 200 Quadratmeter großen erhöhten Kirchhofs um 80 Zentimeter abzutragen, die Bäume werden ausgespart. Durch die Tieferlegung des heutigen, erhöhten Platzes, soll er an das Niveau der Straße Alt-Heerdt angepasst und von dort zugänglich gemacht werden. Bahners: "Wenn wir dabei noch auf alte Knochen stoßen sollten, dann werden sie auf dem Heerdter Friedhof neu bestattet." Bis 1867, als der neue Friedhof an der Schiessstraße in Betrieb genommen wurde, war der Platz an der Kirche eine Grabstätte. Die drei mächtigen Bäume bleiben erhalten und werden zum Schutz eingefasst. Lothar Gläser, Präsident des neuen Heerdter Karnevalsvereins (HKV) bat schon jetzt darum, dass für die Weihnachtsbaumaufstellung im nächsten Jahr ein fester Fuß in den Boden installiert werde und auch Anschlüsse für Strom und Wasser gegeben sein sollten. Denn in diesem Jahr hatte der HKV für den Weihnachtsbaum auf dem Plätzchen gesorgt. "Wir werden das auch weiterhin übernehmen", verspricht Gläser.

Schon in einem Jahr sollen die Bauarbeiten abgeschlossen und der Platz für vielfältige Veranstaltungen zur Verfügung stehen. "Zum Beispiel können sich dort dann die Gäste nach einer Trauung oder Taufe versammeln", sagt Pfarrer Michael Dederichs. Und auch die Schützen haben schon Interesse signalisiert, dort eventuell ihre Pagenkrönungen vorzunehmen oder andere Veranstaltungen im Rahmen des Schützenfestes. Ziel der engagierten Heerdter ist, einen Ort zu schaffen, der den Stadtteil als Zentrum nicht nur markiert, sondern vor allem belebt und so zum Treffpunkt für die Alt- und Neubürger zu macht.

(RP)
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