SG Benrath-Hassels : Familienbande in der SG Benrath-Hassels

Im Kreisliga-A-Team gehen zwei Brüder-Paare auf Torejagd. Zudem mischen im Team noch Onkel und Neffe mit. 

Im Kader des A-Kreisligisten SG Benrath-Hassels geht es familiär zu. Zusammenhalt wird groß geschrieben. Darauf legt Trainer Nermin Colo großen Wert. Und das nicht ohne Grund. „Elf Freunde sollt ihr sein“, heißt es schließlich schon im Buch der Fußballweisheiten. Eine gute Beziehung der Spieler zueinander gilt als Grundlage für sportlichen Mannschafts-Erfolg.

Da passt es natürlich ausgezeichnet, dass sich bei der Spielgemeinschaft in Hassels gleich sechs Akteure tummeln, bei denen eine enge Bindung bereits verwandtschaftlich programmiert ist. Mit Himzu und Hazim Muharemovic sowie Berkan und Gürkan Gülten gehen aktuell zwei Brüder-Paare für den Bezirksliga-Absteiger auf Punktejagd. Auch Torjäger Veli Velija stand – zumindest bis Saisonbeginn – nicht so ganz alleine da. Sein Onkel Ridvan gehörte dem Betreuerteam als Fitnesstrainer an.

„Geschont hat er mich nicht“, versichert Veli sogleich. Onkel hin, Neffe her. Wenn es um schweißtreibenden Konditionsaufbau geht, kennt man keine Verwandten. Selbst Trainer Colo nimmt bei seiner wöchentlichen Aufstellung keinerlei Rücksicht auf natürliche Blutsbruderschaft. „Die Besten müssen auf dem Platz stehen“, betont der SG-Coach. Allein die Trainingsleistung zählt. Dass brüderliches Eingespieltsein von Vorteil sein kann, will Colo aber nicht leugnen.

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„Wir haben schließlich damals in Kroatien schon als Kinder auf der Straße zusammen gekickt“, verrät Hazim. Von seinem großen Bruder Himzo hat er sich die gute Schusstechnik abgeguckt, und er bestätigt: „Wir sind eingespielt. Jeder weiß, was der andere tut.“ Hazim, ein Allrounder auf und neben dem Platz, hat bei Dynamo Zagreb sogar an einer großen Karriere geschnuppert.

Die Gülten-Brüder erleben derzeit in Hassels eine echte Familienzusammenführung. Berkan wechselte vom DSV zur SG. Gürkan stieß von Sparta Bilk hinzu. In ihrer Jugend beim damaligen BV Hassels spielten die beiden aufgrund ihres Altersunterschiedes nie gemeinsam in einem Team. Erst bei den Senioren gab es immer wieder mal eine brüderliche Vereinigung von Mittelfeld-Abräumer Berkan und Torjäger Gürkan. Bei der SG unter Trainer Giuseppe Palumbo etwa. Und einst zu Landesligazeiten beim VfL Benrath mit Coach Guido Monaco.

Für Gürkan schließt sich gegenwärtig ein Kreis: „In Hassels hat unsere Fußballkarriere begonnen“, erklärt er. Und für den 33-Jährigen soll das Fußballspielen nirgendwo anders als bei der SG auch zu Ende gehen. „Wenn die Knochen nicht mehr mitmachen“, so die Ankündigung.

Für die beiden Gültens ist brüderliches Zusammensein auch außerhalb des Fußballplatzes Ehrensache. Beide wohnen im gleichen Haus in Lierenfeld. Sonntags gehört das gemeinsame Frühstück zum Familien-Ritual. Dem Bundesliga-Topclub Bayern München drücken beide die Daumen. Nur bei den Lieblingsspielern gibt es einen Unterschied: Gürkan findet Bayern-Goalgetter Robert Lewandowski klasse, Berkan steht hingegen eher auf die rustikalen Künste des Ex-Müncheners Arturo Vidal.