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Turnerbund Hassels: Tchoukballer haben neue Trainingsstätte

HASSELS : Tchoukballer haben neue Trainingsstätte

Im Dürer-Kolleg wurden die Tchoukball-Linien vergessen. Neue Trainings- und Spielstätte ist die Halle an der Wimpfener Straße.

Die Tchoukballer vom Turnerbund Hassels (TBH) können aufatmen. Das Hin und Her um eine Bodenmarkierung für ihre Sportart in der Sporthalle Wimpfener Straße, wo die Sportabteilung des TBH zukünftig ihre Heimstätte haben soll, scheint beendet zu sein. „Ich bin unheimlich erleichtert“, sagt Tchoukball-Abteilungsleiterin Sylvia Zoch im Gespräch mit unserer Redaktion. Einen befürchteten Trainingsausfall, der vor allem für die Nationalspieler der Hasselaner kurz vor einem Nationen-Turnier im Dezember in der Schweiz von erheblichem Nachteil gewesen wäre, wird es nicht geben.

Aus Kostengründen hatte der Verein den Mietvertrag für die bislang genutzte Trainingshalle in Hassels, die nicht der Stadt, sondern dem Landschaftsverband gehört und deshalb teurer vermietet wird, zum 30. September gekündigt. Bereits im April 2016 hatte der TBH beim Sportamt der Stadt Düsseldorf den Antrag gestellt, die damals noch in Planung befindliche Sporthalle am Dürer-Kolleg in Benrath als neuen Trainings- und Spielort nutzen zu dürfen. Eine Bodenmarkierung für den Tchoukballsport sollte entsprechend aufgetragen werden. Nach Fertigstellung der Halle ist bei einer Begehung dann allerdings festgestellt worden, dass diese Markierung vergessen worden ist.

Die Folge: Der TBH stand am 1. Oktober plötzlich ohne geeignete Trainingshalle da. Ein manuelles Aufkleben der Spielfeldlinien als Zwischenlösung ist sowohl zeit- als auch kostenaufwändig und zugleich nicht ohne Risiko. Klebe-Reste auf dem Hallenbelag können Schäden verursachen, wie Sylvia Zoch berichtet. Es ist ein Fall bekannt, wo das hochwertige und teure Klebeband, das von einer Spezialfirma in der Schweiz besorgt werden muss, die Bodenlackierung beschädigt hat. Die Renovierung hat Kosten in Höhe von 12.000 Euro verursacht. „Einen möglichen Schaden in solcher Höhe kann unser kleiner Verein nicht bezahlen“, versichert Zoch.

Was also tun? Eine Brand-E-Mail von Sylvia Zoch an das Sportamt sowie eine Nachfrage unserer Redaktion haben nun eine rasche Lösung bewirkt. Zukünftig dürfen die Tchoukballer die Sporthalle des Benrather Schlossgymnasiums, wo die Hasselaner bereits Turniere ausgetragen haben, für ihren Sport nutzen. Die Bodenmarkierung soll in den Herbstferien angebracht werden. Bis dahin dürfen die Tchoukballer nun die Halle im Dürer-Kolleg nutzen.

Für eine detaillierte Absprache fand am Donnerstag ein Treffen statt, an dem ein Vertreter des Sportamts sowie Sylvia Zoch und Alex Zoch sowie ein Spezialist für Hallenausstattung teilgenommen hat.