SC Düsseldorf-West eröffnet seine neue Heimat

Fußball-Landesliga : SC West eröffnet seine neue Heimat

Am Sonntag um 15.30 Uhr erwartet der Fußball-Landesligist den MSV zum Stadtderby. Auf dem neuen Kunstrasen an der Schorlemerstraße will der Oberliga-Absteiger zu alter Stärke zurückfinden.

Wer in den vergangenen Wochen die Schorlemerstraße in Oberkassel passiert hat, dem werden die Bauarbeiten auf der Bezirkssportanlage nicht entgangen sein. Der unbeliebte graugrüne „Beton“-Kunstrasen wurde durch einen sattgrünen Platz der neuen Generation ersetzt. Darauf will Fußball-Landesligist SC West den Slogan „Wild, Wild West“ neu aufleben lassen.

„Wir wollen dem identifikationsstiftenden Motto treu bleiben und auf dem neuen Platz eine gewisse Unberechenbarkeit zeigen. Das heißt, attraktiv zu spielen, aber vor allem eine außerordentliche Kameradschaft zu präsentieren“, erklärt SCW-Teammanager Manuel Haber. Für den Verein sei der rundumerneuerte Untergrund ein absoluter „Meilenstein“ und sehr attraktiv. „Der alte Platz erwies sich als Hemmschuh für Neuverpflichtungen. Der neue Kunstrasen ist dagegen nicht nur gut für die Infrastruktur und bringt eine geringere Verletzungsgefahr mit sich, sondern bietet auch die optimale Grundlage für ansehnlichen Fußball“, befindet Haber.

Nach drei Auswärtsspielen in Folge mit einer perfekten Ausbeute von neun Punkten möchten die Westler dementsprechend bei der Heimpremiere überzeugen. Und wie ließe sich diese besser feiern als mit einem Derby? Am Sonntag um 15.30 Uhr ist Lokalrivale MSV Düsseldorf zu Gast. Allerdings soll es schon vorher ein buntes Rahmenprogramm mit einem Einlagespiel der „West-Legenden“ geben. Im Meisterschaftsduell erwartet Haber dann einen aggressiven Gegner. „Dann darf es am Ende gern auch etwas wilder werden. Wir haben die Ambitionen, das Konto auf zwölf Punkte aufzustocken“, sagt der Manager.

Für dieses Unterfangen dürften den Linksrheinischen die Rückkehrer Rico Weiler und Andrej Hildenberg genauso hilfreich erscheinen wie die erwartete Spielberechtigung von Kevin Lobato. Zudem zeigten die Aushilfen wie Max Arens und Neuling Yassine Khadraoui zuletzt, dass sich der Oberliga-Absteiger auf sie verlassen kann. „Yassine ist ein absoluter Mentalitätsspieler, der heiß auf Zweikämpfe ist“, lobte Co-Trainer Markus Kay den Defensiv-Allrounder.

Ein konzentriertes Abwehrverhalten werden die Oberkasseler auch benötigen, um die Offensive des MSV zu stoppen. Und der MSV kann dank des jüngsten Derbyerfolgs beim Rather SV vom vergangenen Sonntag die kurze Auswärtsfahrt etwas entspannter antreten. Erschwert wird die Aufgabe für die Gäste des SC West jedoch dadurch, dass Trainer Deniz Aktag gleich auf drei Spieler aufgrund privater Gründe verzichten muss, die gegen Rath noch in der Startformation standen. Welche Akteure das sein werden, wollte der Trainer jedoch nicht verraten, „damit sich der Gegner nicht darauf einstellen kann“.

Aufgrund dieser Ausfälle habe man das Spiel auf Freitag oder Samstag vorverlegen wollen, doch der SC West habe abgelehnt. Den Gegner charakterisiert Aktag als sehr ballsicher mit einer großen Qualität in der Offensive. Er werde seine Taktik punktuell dem Gegner anpassen: „Wir wollen nicht ins offene Messer laufen.“

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