Para-Tischtennis-WM in Celje: Fünf Borussen fahren zur Weltmeisterschaft

Für die Borussen Sandra Mikolaschek, Stephanie Grebe, Thomas Schmidberger, Valentin Baus und Ben Despineux ist die Reise nach Celje kein touristischer Trip in eine uralte Stadt. Nein, in dem fünftgrößten slowenischen Ort, der von den alten Römern bereits im Jahr 46 vor Christus die Stadtrechte verliehen bekam, steht der sportliche Höhepunkt der Saison an.

In Celje werden vom 15. bis zum 21. Oktober die Weltmeisterschaften im Para-Tischtennis ausgetragen.

WM-Titelverteidiger Valentin Baus (WK 5/tiefe Querschnittlähmung) und der amtierende Team-Weltmeister Thomas Schmidberger (WK 3/hohe Querschnittlähmung) starten erneut den Angriff auf den Titel. Vize-Europameisterin Mikolaschek (WK 5-4/mittelhohe Querschittlähmung) will diesmal besser abschneiden als bei der vergangenen WM, als sie im Viertelfinale scheiterte. Ben Despineux (WK 7/starke Defekte der Beine und im Schlagarm) fliegt unterdessen international bisher noch etwas unter dem Radar, weil er in Eupen lebt und für Belgien spielt. Nichtsdestotrotz ist Despineux zweimaliger Team-Europameister und nahm 2012 an den Paralympics teil. Seine Nominierung für Celje – durch den belgischen Verband – ist also keine Überraschung.

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Derzeit weilt die deutsche Para-Tischtennisnationalmannschaft in Japan im Trainingslager. „Anschließend fliegen wir direkt weiter zu den China Open“, erläutert Bundestrainer Volker Ziegler. „Die heiße Phase läuten wir dann mit einem internationalen Lehrgang in Lasko in Slowenien ein, um uns den Feinschliff im Oktober in Bad Blankenburg zu holen.“

Und anschließend wird es dann ernst in Celje.

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