American Football : Panther setzen Ostsee-Wochen fort

Zum zweiten Mal innerhalb von acht Tagen treten die Footballer gegen die Rostock Griffins an. Der juristische Kampf um die Punkte aus dem Solingen-Spiel geht unterdessen weiter.

Knapp 600 Kilometer Hinfahrt bis zum Leichtathletik-Stadion in Rostock und ein Punkt aus der Rückspiel-Begegnung gegen die dortigen Griffins trennen die Panther noch von der Meisterschaft in der 2. Football-Liga und der Qualifikation zum Relegationsspiel gegen den Letzten der Bundesliga. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung der Düsseldorfer am drittletzten Spieltag der regulären Saison auf die Verfolger Elmshorn Fighting Pirates und Solingen Paladins.

Was wie eine leicht zu lösende Aufgabe für die Panther aussieht, könnte sich wegen eines Protests der Klingenstädter aber noch zu einer Zitterpartie entwickeln. Wie berichtet, haben die Paladins Einspruch gegen die Wertung des mit 27:42 verlorenen Spiels gegen die Panther eingelegt. Deren Zugang Moses Skillon soll nicht spielberechtigt gewesen sein, weil der Quarterback in diesem Jahr bereits in zwei Teams in den USA aktiv gewesen sein soll. Der Verband zog darauf Skillons Spielerpass ein, so dass er schon im Hinspiel gegen Rostock vor einer Woche (21:14) nicht eingesetzt werden konnte. „Wir haben eine ausführliche Stellungnahme abgegeben und warten auf eine offizielle Entscheidung“, erklärt Panther-Sprecher Marco Block.

Nach Meinung der Düsseldorfer habe Skillon einen Einsatz nur in einem Testspiel einer privaten kommerziellen Football-Vereinigung in Amerika absolviert. Sollten die Punkte dennoch aberkannt werden, verringerte sich der Vorsprung auf die Paladins auf zwei Punkte. „Dann müssten wir unbedingt unsere ausstehenden Spiele gewinnen, denn endete die Spielzeit bei Punktgleichheit mit Solingen, hätten diese die Nase durch den besseren direkten Vergleich vorne“, rechnet Block vor.

Auf irgendwelche Rechenkunststücke wollen sich die Panther gar nicht erst einlassen und in Rostock den elften Saisonsieg holen. Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, hat das Hinspiel bewiesen, in dem die Mannschaft von Headcoach Pepijn Mendoca erst im letzten Viertel die entscheidenden Punkte holte. „Um früher die Weichen zu stellen, müssen wir schon in den ersten beiden Spielabschnitten Rostocks Spielmacher Christopher Andrews und Receiver Cortez Barber besser in den Griff bekommen“, hat Defense-Coordinator Luigi Figlia erkannt. Im Hinspiel brachten erst Umstellungen in Hälfte zwei den Erfolg.

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