Nationalspieler und App-Entwickler Fortunas Futsal-Zugang will Kinder bewegen

Lukas Sepp ist Nationalspieler, neu bei Fortuna und Entwickler einer Trainings-App. Damit will der Mittelfeldspieler Kinder dazu motivieren, sich mehr und effektiver zu bewegen

 Ein Mann mit vielen Facetten:  Futsaler Lukas Sepp.

Ein Mann mit vielen Facetten: Futsaler Lukas Sepp.

Foto: Fortuna Düsseldorf

Lukas Sepp heißt der neue Zugang der Fortuna-Futsaler. Sein sportlicher Werdegang ist schnell erzählt: Er war vier Jahre alt, als er in seinem bayerischen Heimatdorf Unterthingau beim dortigen TSV mit dem Fußballspielen begann. Noch in der Saison 2015/16 kickte er beim VfB Durach als Mittelfeldspieler in der Kreisliga. „Aber ich fand schon damals besonders viel Gefallen am Fußball in der Halle“, erzählt der jetzt 24-Jährige.

2016 ging es zum  Studium an der Deutschen Sporthochschule Köln. Neu war für ihn an seinem Studienort auch der Kontakt zum Futsal bei den Panthers Köln. „Ich war schnell begeistert von dieser schnellen, dynamischen Variante des Hallenfußballs auf engem Raum“, schwärmt er von seinen Anfängen im Futsal, die er in der zweiten Mannschaft der Panthers verbrachte.

Schnell wurde man auf das besondere Talent des jungen Mannes für Futsal aufmerksam, und eine Berufung in die Mittelrhein-Auswahl ließ nicht lange auf sich warten. In der Spielzeit 2017/18 wurde er, längst fester Bestandteil der ersten Mannschaft der Kölner, Deutscher Futsal-Vizemeister. Irgendwann rief Bundestrainer Marcel Lossveld ihn an, es folgte eine Einladung zur Futsal-Nationalmannschaft. Mittlerweile kommt Sepp, der gerade seine Masterarbeit über Futsal an der Sporthochschule Köln abgeschlossen hat, auf 19 Einsätze im Nationaltrikot.

Und nun also der nächste Karriereschritt in Düsseldorf. Als Gründe nennt er die Qualfikation des Teams von Cheftrainer Shahin Rassi zur Premiere-Saison der Bundesliga. „Für Nationalspieler ist es besser auf höchstem Niveau zu spielen, um sich weiter entwickeln zu können“, sagt er. Düsseldorfs sportlicher Leiter Lucas Stavenhagen freut sich über den Zugang: „Die spielerische Klasse, die er von der Nationalmannschaft und von den Panthers mitbringt, wird uns enorm weiterbringen“, sagt er.

Dass Sport und speziell Futsal für den Neu-Düsseldorfer weitaus mehr bedeuten als nur eine attraktive Freizeitgestaltung, hat Sepp bereits unter Beweis gestellt. „Ich habe den Bundes-Freiwilligendienst im Kinderheim gemacht und dabei gemerkt, wie gerne ich mit Kindern und Jugendlichen arbeite. Gleichzeitig ist mir aufgefallen, dass die sportliche Förderung in Verbindung mit Spaß an Bewegung oft zu kurz kommt“, erläutert er, warum er mit „Balltastic“ eine Trainingsapp für Kinder im Alter von zwei bis 14 Jahren entwickelt hat.

„80 Prozent der Kinder in Deutschland bewegen sich zu wenig. Die motorische Leistungsfähigkeit der Kinder ist seit 1970 auf zehn Prozent gesunken. In meiner App gibt es über 1000 verschiedene Übungen, die das Training abwechslungsreich und kindgerecht gestalten“, beschreibt er sein Projekt, das er bereits in Schulen vorgestellt hat und auch als Einstieg in sein zukünftiges Berufsleben sieht.