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Prozess gegen Betreiber einer Marihuana-Plantage in Düsseldorf-Wersten beginnt

Haschisch in Düsseldorf angebaut : Drogenplantage mitten in Wersten - mutmaßliche Züchter vor Gericht

Fünf Männer und eine Frau sollen mindestens zwei Jahre lang mit einer Marihuana-Plantage in Wersten Geld verdient haben. Im Februar hatte die Polizei die Zucht in einer Lagerhalle an der Kölner Landstraße entdeckt.

Einmachgläser als Drogenlager und über 200 selbst gezüchtete Marihuana-Pflanzen mitten in Wersten: Über eine bunte Mischung aus der Rauschgiftküche  verhandelt seit Montag das Landgericht.

Als Haupttäter gilt ein 39-Jähriger, der in einer Lagerhalle an der Kölner Landstraße fast zwei Jahre lang eine Drogenfarm betrieben haben soll, kurz unterbrochen für die Visite eines Bau-Gutachters. Direkt nach dessen Bewertung der Halle sei die Plantage mit Hilfe des mit angeklagten Vermieters (40) neu aufgebaut – und bis Anfang des Jahres betrieben worden.

Ob und in welchem Umfang die Angeklagten zu den bis zu 78 Anklagepunkten aussagen wollen, ist noch unklar. Man wolle „daran mitwirken, das Verfahren abzukürzen“, so der Anwalt des Hauptangeklagten – aber erst nach dem Versuch einer Verständigung, also einer Absprache mit Gericht und Staatsanwaltschaft.

Laut Anklage hat der 39-Jährige, der für den Eigenbedarf auch schon mal in einem Altstadt-Lokal Kokain gekauft haben soll, neben der Werstener noch zwei weitere Plantagen in Plettenberg und Hessen  betrieben.

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Der älteste der vier Mitangeklagten ist 69, soll für die technischen Installationen in Wersten zuständig gewesen sein. Eine  39-Jährige habe  nach dem Baugutachten geholfen, die Anlage  neu aufzubauen. Der Prozess geht am 29.August weiter

(wuk)