sagte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Kranken stellte er eine Erstattung durch die Krankenkassen in Aussicht."

Cannabis

Cannabis ist eine alte Kulturpflanze, deren berauschende und mitunter heilende Wirkung seit tausenden Jahren bekannt ist. Anders als harte Drogen wie Heroin und Kokain gilt Marihuana als weniger zerstörerisch. Manchmal wird selbst Alkohol als dramatischer dargestellt. Eine Sucht können diese Genussmittel alle auslösen.

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Cannabis ist eine Droge mit vielen Gesichtern. Wie auch Kokain ist sie in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich.

Neben den Blütenständen der Pflanze, die als Marihuana, Gras oder unter weiteren Synonymen verkauft wird, ist auch das Harz der Pflanze als Haschisch auf dem Markt. Selbst Öle, die den Wirkstoff THC enthalten, werden angeboten.

Alle Produkte sind in unterschiedlichen Qualitätsstufen erhältlich, der Wirkstoffgehalt von heutigem Cannabis übersteigt den des Marihuanas, das die Kommunarden in den Sechzigern konsumierten, deutlich.

Wie auch andere illegale Drogen wird das Produkt durch die Dealer oft zur Ertragssteigerung gestreckt. Dabei kommen nicht weniger giftige Stoffe als bei Heroin und Kokain zum Zuge, Fälle von Quarzsand, Blei oder Plastiksprays werden immer häufiger bekannt. Letztere dienen auch zur Verschleierung schlechter Qualität und sind neben der Drogensucht oft Ursache für gesundheitliche Schäden.

Ein Drittel der Jugendlichen in Deutschland kommt laut aktueller Untersuchungen mit Marihuana in Kontakt. Bis zu zwei Millionen Deutsche seien Konsumenten, die regelmäßig zu Cannabis greifen.

Cannabis in anderen Ländern legal

In anderen Ländern wie den Niederlanden, Portugal und Tschechien oder vereinzelt in den USA ist der Konsum und die Abgabe von Marihuana bereits entkriminalisiert worden. Das heißt, dass die Droge weiterhin illegal bleibt aber die strafrechtliche Verfolgung entfällt.

Polizei und Justiz binden daher ihre Kräfte nicht mehr an die Verfolgung der Opfer von Drogensucht, sondern können sich auf Hintermänner und Großhändler konzentrieren. In Deutschland haben aktuell Berlin, Tübingen und Düsseldorf die Öffnung einer Abgabestelle beantragt. Mit Heroin hat man bereits gute Erfahrungen gemacht, da man in Fixerstübchen die Abhängigen im Auge behalten kann.

Statistiken zeigen, dass in Deutschland legale Drogen deutlich mehr Todesopfer fordern. Alkohol und Zigaretten raffen demnach mehr als 60 Mal so viele Abhängige dahin wie alle illegalen Drogen zusammen.

In diesem Zusammenhang wird Alkohol auch als im Verhältnis zu Cannabis gefährlicher dargestellt, da psychische Abhängigkeit und physischer Schaden das Potential von Marihuana-Produkten übersteigen.

Die Gefahren beim Konsum illegaler Drogen, sei es Heroin, Kokain oder eben Cannabis, sollten dabei nicht unterschätzt werden. Die Zahl der Jugendlichen, die als Folge einer Drogensucht unter Psychosen leiden, nimmt auch bei Cannabiskonsumenten zu.

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