Düsseldorf: Der CSD 2019 ist wieder bunt, fröhlich und sehr politisch

Christopher Street Day : CSD-Umzug in Düsseldorf – bunt, fröhlich und sehr politisch

Ausgelassene Stimmung auf dem CSD in Düsseldorf. Aber es ging nicht nur ums Feiern, denn viele Probleme bestehen auch im Jahr zwei nach Einführung der Ehe für Alle weiter.

Fast 2000 Menschen sind bei dem Umzug des diesjährigen Christopher Street Days (CSD) in Düsseldorf mitgegangen. Viele Besucher standen auch am Straßenrand und feierten bei der bunten und fröhlichen Veranstaltung mit. Aber es ging nicht nur ums Feiern. „Denn es gibt wieder eine Partei in Deutschland, die den braunen Geist von 1933 erneut aufleben lassen will“ erklärt Kalle Wahle, Vorsitzender des CSD Düsseldorf e.V. „Wir dürfen nicht zulassen, dass die AfD die Menschen in Deutschland spaltet, aufteilt und Gut und Böse, in homosexuell oder heterosexuell, in Inländer oder Ausländer.“

In vielen Ländern der Welt müssten Homosexuelle zudem auch heute noch drakonische Strafen fürchten, darunter in gut 15 Ländern sogar die Todesstrafe, wie in Saudi-Arabien oder dem Iran. „Wir sind leider noch lange nicht am Ziel, so dass jeder Mensch, egal welcher sexuellen Orientierung oder Identität, frei leben kann“, so Wahle weiter. Große Fortschritte gibt es hingegen im medizinischen Bereich. „Ein HIV-positiver Mensch, der in erfolgreicher Behandlung ist, ist nicht mehr ansteckend und braucht daher beim Sex auch kein Kondom mehr“, erklärt Marco Grober von der Aids-Hilfe Düsseldorf. Zudem gibt es seit gut zwei Jahren die sogenannte PrEP. Das ist eine Art „Pille davor“, die wirksam gegen HIV schützt.