Düsseldorf: Rossini-Chef Pino Fusco übernimmt das Rosati

Gastronomie in Düsseldorf : Rossini-Chef Fusco übernimmt das Rosati

Mit dieser Nachricht ist dem Gastronomen Pino Fusco ein Überraschungscoup gelungen: Er übernimmt das Restaurant Rosati – dessen Besitzer Santo Sabatino ist seit Juli 2017 spurlos verschwunden. Und Fusco will den Laden wieder zu altem Glanz bringen.

Eigentlich hatte der Gastronom Pino Fusco ganz andere Pläne. Seit August vergangenen Jahres ist es in der Welt, dass der 65-Jährige seine Restaurants zum Verkauf anbietet, das „Rossini“ („Seine erste große Liebe“), das „La Piazzetta“ mit der „Biblioteca“ ebenso wie das „Positano“. Und jetzt kommt alles ganz anders, wie der vor Energie sprühende Gastronom aus dem italienischen Positano, der mit 18 nach Deutschland kam, unserer Redaktion exklusiv berichtet. Von Rentenalter keine Spur mehr, als er das wirklich Überraschende ausspricht: „Ich werde das Rosati übernehmen.“

Vergangene Woche wurden die Unterschriften getätigt, am 15. Juni ist Schlüsselübergabe, im Juli will er die ersten Gäste begrüßen. „Am Ende waren noch drei gute Kandidaten in der engeren Wahl für das Rosati, Fusco hat das Rennen gemacht aufgrund seiner guten Expertise“, wie der Gastro-Immobilienvermittler Markus Eirund erklärt. Ex-Riva-Chef Petros Siamitras hatte das Nachsehen, wie der selber im sozialen Netz postete.

Die Besitzer der Immobilie, in der sich auch das Rosati in Golzheim befindet, und Fusco waren sich auch in dem Punkt einig: Sie wollten einen echten Italiener, und Fusco will Italien in Düsseldorf hochhalten. Seit 41 Jahren schon führt der gelernte Hotelkaufmann das Rossini, schon so lange kennt er auch Remo und Renzo Rosati. Die beiden Brüder übergaben ihr auch bei Promis beliebtes Restaurant vor fast vier Jahren an den verschollenen Santo Sabatino. „Uns verbindet eine Hassliebe.“ Mit den Rosati-Brüdern, meint Fusco. „Wir waren lange Konkurrenten. Sie eröffneten ihren Laden im gleichen Jahr wie ich das Rossini: 1978.“ Jetzt freut er sich, sie im Juli zur Eröffnung einzuladen. Zu Sabatino hat er so gut wie gar keinen Draht. „Er war einmal bei mir – als Gast, das ist Jahre her. Ansonsten hörte ich immer nur von seltsamen Vorkommnissen.“

Eirund hat wieder einmal erfolgreich vermittelt. Mit dem Bocconcino im Medienhafen hatte der Gastro-Experte nichts zu tun. Auch nicht mit Tino’s Bar an der Kö. Von beiden ist der neue Inhaber Mehmet Sünme. Beides sind ebenfalls Objekte, die Promi-Wirt Sabatino bis zu seinem Verschwinden im Juli 2017 leitete. Dessen Tochter Anna schloss im Dezember 2018 das Rosati wegen Mietschulden. „Insgesamt gibt es sehr viel zu tun“, sagt Fusco ernst. „Das alles hier ist in keinem besonders guten Zustand.“

Von Sabatino fehlt indes jede Spur. Gerade war sein Fall noch mal Thema im ZDF bei „Aktenzeichen...xy“. Einige Hinweise sind bei der Polizei eingegangen. Fusco will nach vorne schauen und macht sich Gedanken ums Konzept: „Die Preise sollen bezahlbar sein. Das Rosati ist mein Alterswerk.“  Brigitte Pavetic

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