Schützen in Düsseldorf Kalkum feiern Fest der Goldenen Mösch

Schützenfest in Düsseldorf : Kalkumer Schützen laufen sich warm

Mit dem Fest der Goldenen Mösch kündigt die Bruderschaft traditionell an Christi Himmelfahrt ihr Schützenfest an.

Das Wetter spielte mit beim Kalkumer Fest der Goldenen Mösch. Für den Feiertag war ergiebiger Regen angesagt, aber es tröpfelte nur kurz. Gut 14 Tage vor dem eigentlichen Schützenfest lud die St.-Sebastianus-Bruderschaft ihre Mitglieder, deren Familien und alle Feiertagsausflügler ein, den Saisonauftakt mitzufeiern. Den organisiert traditionell das Tambourcorps „Frisch Auf“, bei dem Major Sven Reinhold den „Küs“, einen langen, geschmückten Stab schwingt. Für stimmungsvolle Musik sorgte auch die Band Werner Bendels. Zum Ausklang des Tages brachte DJ Friedl noch die richtige Stimmung. Es gab reichlich Getränke und gute Verpflegung. Für die Kinder hatte der Flughafen eine riesige Hüpfburg aufgestellt. Für die neuen Brudermeister der Sebastianus-Schützen, Michael Hermes und Marc Behmer, war es die erste größere Veranstaltung. Auf dem Titularfest im Januar hatten sie den Staffelstab von Michael Geitner und Michael Pfeifer übernommen. Als Motto ihrer Amtszeit haben sie den Leitsatz gewählt: „Schätze, was du hast! Tue, was du kannst! Sei, wer du bist!“

Für Michael Hennig war die Möschefeier ein besonderes Jubiläum. Vor 25 Jahren gründete der heute 38-Jährige zusammen mit einigen Freunden in Kalkum die Quirinus-Kompanie und wurde prompt zu deren Hauptmann ernannt. „Wir waren damals begeisterte Mitglieder der Hubertus- Jugend und der Tell-Jugend“, erinnert sich Hennig am Feiertag. Nachdem seine Kameraden und er sich auf den Namen Quirinus geeinigt hätten, seien sie natürlich zunächst nach Neuss gefahren, wo dieser Heilige als Schutzpatron einer Stadt mit immenser Bedeutung für die Schützenbruderschaften verehrt wird.

Im ersten Jahr der neuen Kompanie war man nur zu fünft, wurde aber von den älteren Schützenbrüdern hervorragend unterstützt. Vor allem von Hubert Haak, der inzwischen Ehrenmitglied ist. Jetzt zählt man 26 Mitglieder. Was waren in dem Vierteljahrhundert die Höhepunkte für die Quirinus-Schützen? „Als Heranwachsende waren wir schon einmal Schülerprinzenkompanie, später dann mehrfach Kronprinzen- und Königskompanie. Auch aktuell sind wir die Kompanie des (Noch-)Königspaars Marcus und Verena Rupp“, sagt Michael Hennig. Er war selbst einmal Kronprinz und 2014 dann auch Schützenkönig. Seine Frau hat keine Probleme mit dem Engagement ihres Mannes. Zwar stammt sie aus Sachsen-Anhalt, wo die Tradition der Schützenbrüder nach dem Krieg im neuen politischen System nicht existieren durfte. Doch in Kalkum lebt man eben gern mit Kompanien und dem Tambourcorps.

Die Aufgaben des Hauptmanns umfassen die Führung der Kompanie, die Sorge um deren Zusammenhalt und ihre Vertretung in der Bruderschaft. Aber auch die Mitglieder, die nicht mehr in dem Stadtteil wohnen, bleiben ihrer Kompanie verbunden.

Das führte dazu, dass man vor zwei Jahren bis nach Hongkong reiste, um sich von einem dort lebenden Schützenbruder in die asiatische Metropole einführen zu lassen. In diesem Jahr will die Quirinus-Kompanie ein anderes Mitglied in Amsterdam besuchen.

Mehr von RP ONLINE