Düsseldorf: Künstler Mathias Malzieu trifft seine Stammzellspenderinnen

Außergewöhnliches Treffen in Düsseldorf : Künstler Mathias Malzieu trifft seine Spenderinnen

Mit einem E-Bike machte sich der Künstler Mathias Malzieu auf den Weg nach Düsseldorf, um dort seine Lebensretterinnen zu treffen. Nun will der Autor über diese besondere Begegnung schreiben.

Mit einem E-Bike hat sich der französische Romanautor und Rockmusiker Mathias Malzieu auf den Weg von Paris nach Düsseldorf gemacht. Sein Ziel: Die Josè-Carreras-Stammzellbank am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD). Dort traf er „seine“ Stammzellspenderinnen – Sabine Többen und Tochter Christina sowie Aynur Cucum (Tochter der zweiten Spenderin). Malzieu war vor Jahren an einer Aplastischen Anämie erkrankt und konnte mit Hilfe von zwei Nabelschnurblutspenden aus Düsseldorf geheilt werden. Beide Spenderinnen hatten vor einigen Jahren ihr Nabelschnurblut für die Stammzellbank zur Verfügung gestellt. Bei der lebensbedrohlichen Aplastischen Anämie produziert das Knochenmark viel zu wenige Blutzellen und Blutplättchen. Es kommt zu einer schweren Blutarmut.

„Dass Herr Malzieu die Gelegenheit hat, seine Spenderinnen zu treffen, ist in Deutschland zwei Jahre nach der Transplantation möglich“, sagt Professorin Gesine Kögler, Leiterin der José-Carreras-Stammzellbank. „So freuen wir uns sehr, Herrn Malzieu seinen großen Wunsch erfüllen und ihn mit seinen Spenderinnen in Kontakt bringen zu können. Eine der Spenderinnen ist sogar Mitarbeiterin unseres Instituts.“

Dass die Stammzellspenden aus Düsseldorf kamen, ist kein Zufall. Das UKD gilt als eines der führenden Zentren für Blutstammzelltransplantationen für Kinder und Erwachsene. Für Mathias Malzieu waren die Stammzellspenden aus Düsseldorf lebensrettend. In seinem Buch „Ich liebe das Leben viel zu sehr“, das mit einigem Erfolg in französischer, englischer und deutscher Sprache erschienen ist, hat er die Zeit seiner Erkrankung und die Stammzelltherapie literarisch aufgearbeitet. Auch die aktuelle Aktion wird er künstlerisch verwerten. „Ich habe angefangen, über diese Erfahrungen zu schreiben“, kündigte Mathias Malzieu an.

(bpa)
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