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TSV Bayer Dormagen: Bayer stürzt TVK tief in den Abstiegsstrudel

TSV Bayer Dormagen : Bayer stürzt TVK tief in den Abstiegsstrudel

Dormagener dominieren das Lokalduell der Dritten Liga in Korschenbroich eindeutiger als es das Endergebnis von 33:29 aussagt.

Es passt zur desolaten Vorstellung des TV Korschenbroich am gestrigen Abend, dass nicht einmal das amtliche Endergebnis stimmte nach einem heiß umkämpften Lokalduell der Dritten Handball-Liga West: Während sich alle Beobachter am Pressetisch einig waren, einen 33:29-Sieg des TSV Bayer Dormagen gesehen zu haben, schickte das ohne funktionierende Hallenuhr und Anzeigetafel offenbar überforderte Kampfgericht einen 34:28-Erfolg der Gäste hinaus in die Handball-Welt.

Ob nun mit vier oder sechs Toren Unterschied — der Sieg war auf jeden Fall aufgrund einer Leistungssteigerung der taktisch viel flexibleren Dormagener in der zweiten Halbzeit vollauf verdient. Und er stürzt den TV Korschenbroich ganz tief in den Abstiegskampf, das hat — endlich — auch Trainer Ronny Rogawska erkannt. Mehr noch, der Däne zog aus dem Auftritt seiner Schützlinge die Erkenntnis, dass "wir so darin nicht bestehen können."

In der Tat: In der erstmals bei einem Kreisduell nicht ausverkauften Waldsporthalle setzten die Gäste nicht nur die spielerischen, sondern auch die kämpferischen Akzente. "Ich bin stolz darauf, dass meine Jungs den Kampf angenommen und letztlich durch eine konsequente Abwehrleistung verdient gewonnen haben", fasste Bayer-Trainer Jörg Bohrmann das Geschehen zusammen.

Dabei kamen in der Anfangsphase Erinnerungen an das Hinspiel auf, in dem der TVK zur Pause noch mit 18:10 geführt und schließlich mit 29:28 gewonnen hatte.

Denn nach neun Minuten lagen die Hausherren 4:1 in Front. Spätestens mit der ersten Führung durch Tobias Plaz (6:5, 15.) übernahm der TSV das Kommando, hätte zur Pause schon höher führen können als 12:10, "wenn wir nicht so viele Bälle liegen gelassen hätten", meinte Bohrmann. Immer wieder scheiterten die Dormagener am starken Philipp Ruch zwischen den TVK-Pfosten.

Doch je mehr der Schlussmann von seinen Vorderleuten im Stich gelassen wurde, desto deutlicher setzten sich die Gäste ab und hatten spätestens beim 26:21 durch Frederic Rudloff (49.) die Revanche für das Hinspiel in sicheren Händen.

(NGZ/rl/top)