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Tsv Bayer Dormagen: TSV Bayer setzt weiter auf Jörg Bohrmann

Tsv Bayer Dormagen : TSV Bayer setzt weiter auf Jörg Bohrmann

Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen kaum sein: Während der TSV Bayer Dormagen am Freitag den Vertrag mit Trainer Jörg Bohrmann und Co-Trainer Joachim Kurth um ein Jahr verlängerte, sitzt bei den Gästen vom TuS Wermelskirchen am Samstag (19 Uhr, Sportcenter) erstmals ein neuer Verantwortlicher auf der Bank.

Besser gesagt: Frank Berblinger wird versuchen, das Team des Tabellenführers von der Rechtsaußenposition zu coachen. Denn der 36-Jährige, der lange Jahre mit der HSG Düsseldorf in der Ersten Liga spielte, hat am Montag die Nachfolge von Lars Hepp angetreten, der morgen beim Gastspiel in Bielefeld erstmals beim des VfL Eintracht Hagen in der Verantwortung steht.

Mit ihm wechselten nach der Ankündigung des TuS, für die kommende Saison keine Drittliga-Lizenz zu beantragen (die NGZ berichtete), in Gestalt der Ex-Dormagener Dirk van Walsem und Lukas Tebbe sowie Johannes Sonnenberg und Julian Renninger gleich vier Spieler nach Hagen. Weiteren Spielern wollen die Wermelskirchener keine Freigabe erteilen, "sofern keine außergewöhnlichen Geschehnisse in der Zukunft eintreten", sagt Michael Stock, der Projektleiter Leistungssport. Ihre Lücken sollen am Samstag Niklas Sichelschmidt, Cedric Engel, Niklas Empersmann und Lukas Galla aus dem Bezirksliga-Team des TuS schließen, in der kommenden Woche sollen die Solinger Ben Thalmann und Fredric Seifert ein Zweitspielrecht erhalten.

Bohrmann sieht in den personellen Veränderungen der Gäste nicht unbedingt einen Vorteil für sein Team: "Die erste Sechs von Wermelskirchen ist nach wie vor absolut Drittliga-tauglich. Und dann ist da ja auch noch Almantas Savonis." Der Schlussmann, gerade 43 Jahre alt geworden — auch er stand lange Jahre in Diensten der HSG Düsseldorf — zog dem TSV bei der 26:33-Schlappe im Hinspiel, der bisher höchsten Saisonniederlage, fast ganz alleine den Zahn.

Trotzdem sagt Bohrmann: "Wir wollen die zwei Punkte." Dass die Dormagener in diesem Fall bis auf drei Zähler an den Spitzenreiter heranrücken würden, spielt für ihn allerdings keine Rolle: "Es geht für uns nicht um Tabellenplätze, es geht darum, dass sich jeder Einzelne und die gesamte Mannschaft weiter entwickeln. Spielerisch gehören wir sicher schon zu den Top-Teams, aber es gibt noch jede Menge Sachen, die die Jungs zu lernen haben."

Wobei der 44-Jährige konsequent seinen Weg geht: Obwohl Sebastian Linnemannstöns am Dienstag mit acht Toren gegen die HSG Wetzlar ein sensationelles Debüt im Drittliga-Team feierte, steht der gerade nach einem halben Jahr aus Costa Rica zurückgekehrte Linksaußen am Samstag nicht im Aufgebot: Er soll sich erst "mit guten Leistungen im Training und im Oberliga-Team empfehlen", sagt Bohrmann.

(NGZ/ac)