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Theatersommer Dormagen: Hennes Bender in der Kulle - ein Interview

Hennes Bender in der Kulturhalle : „Programm mit der größten Veränderung“

Der Kabarettist Hennes Bender gastiert am 6. August im Rahmen des Theatersommers in der Kulturhalle in Dormagen. Wir haben vorab mit ihm gesprochen: über den Unterschied zwischen Kabarett und Comedy, sein aktuelles Programm, das schon vor zwei Jahren entstanden ist und seine Lieblings-Spielorte.

Hennes Bender ist ein Freund vieler Worte. Ein alter Hase in der Kabarettszene, aber kein bisschen langsamer. Fröhlich-quirlig redet er sich seit drei Jahrzehnten in Rage und feuert dabei Pointen in alle Richtungen. Das macht er auch am Freitag, 6. August, um 20 Uhr in der Kulturhalle Dormagen, wo er mit seinem aktuellen Programm „Ich hab nur zwei Hände!“ gastiert. Karten für die Veranstaltung sind weiterhin erhältlich.


Herr Bender, was zeichnet Ihr neues Programm aus?

Hennes Bender Mein neues Programm ist im Jahr 2019 entstanden und hat sich im vergangenen jedoch noch stark verändert. Es ist definitiv das Programm, welches inhaltlich die meiste Veränderung erlebt hat.  Ich musste schauen, was die Leute interessiert, und es gibt auch Themen, auf die man Rücksicht nehmen muss. Man achtet auch auf den jeweiligen Spielort und passt sich dem an. Insbesondere in Zeiten wie diesen, in denen es vielen Menschen sehr schlecht geht.

Was bedeutet es Ihnen, mit diesem Programm auf der Bühne zu stehen?

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Bender In allererster Linie möchte ich natürlich Freude und Spaß bereiten, aus diesem Grund macht man Comedy und Kabarett. Es macht den Leuten Freude, mal wieder aus den Häusern zu kommen und etwas zu erleben. Es geht aber nicht nur darum, dass die Menschen Spaß haben, sondern es ist auch wichtig, dass man nicht den Kopf Sand steckt. Im vergangenen Jahr bin ich auch  vor Autos aufgetreten, umso glücklicher bin ich nun darüber, wieder in direkten Kontakt mit den Menschen zu treten.

Sie haben bereits in sämtlichen Kulissen gespielt: Auch auf der großen Fernsehbühne. In welcher Atmosphäre spielen Sie lieber? In der kleinstädtischen Kulturhalle oder vor der Fernsehkamera?

Bender Mein Beruf ist es, genau an solchen Orten zu spielen: In Clubs, in kleinen Hallen und auch in Biergärten.  Das habe ich immer mehr zu schätzen gewusst, als die großen Sachen. Die großen Open-Air-Veranstaltungen, die man gemeinsam mit Kollegen bestreiten darf, die sind natürlich auch toll.

Eine Frage, die Ihnen bereits häufiger gestellt wurde, die Sie jedoch nur ungern beantworten: Spielen Sie Kabarett oder Comedy?

Bender Darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich mache das, was ich mache und möchte meiner Kunstform keinen Stempel aufdrücken, das ist etwas sehr Deutsches. Darüber sollten wir hinweg sein. Ein Unterschied fällt mir jedoch ein: Für Comedy muss man 7 Prozent Mehrwertsteuer zahlen, für Kabarett nicht.

Und, müssen Sie die Mehrwertsteuer zahlen?

Bender (lacht) Ja, schon. Aber das heißt dennoch nichts.