1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Heimatpreis in Dormagen: Die Gewinner in 2021

Ehrenamt in Dormagen : Heimatpreis an Gewinner und Platzierte verliehen

Den ersten Platz teilen sich der Heimatverein Rheinfeld 82 und Hermann-Josef Lenz vom Missionshaus Knechtsteden. Außerdem gab es zwei Nachwuchsförderpreise. Die Gewinner.

Die Kulturhalle war festlich vorbereitet, die Stadt Dormagen mit viel Mann- und Frauenpower ein aufmerksamer Gastgeber, als jetzt der Dormagener Heimatpreis verliehen wurde. Gleichwohl empfand Bürgermeister Erik Lierenfeld in seiner Begrüßung den Abend nicht so, „wie wir das uns erträumt haben“. Dabei bot der Abend ein Höchstmaß an Sicherheit, alle Geimpften und Genesenen waren eingeladen, einen Selbsttest zu machen, und die Gäste nahmen das Angebot wahr. Das entsprach den Vorstellungen des Bürgermeisters, der monierte: „Ich finde es nicht gut, immer der Politik alle Verantwortung zuzuschieben. Wo bleibt die Selbstverantwortung unserer Mitmenschen für ein soziales Miteinander?“ Er gab die Antwort selbst: „Alle, die heute hier sind, betrachte ich als Gewinner, weil sie sich verantwortungsvoll und ehrenamtlich für die Gemeinschaft engagieren.“

Er dankte der Jury – bestehend aus Vertretern des Stadtrats, des Landes, des Kreisheimatbundes, des Geschichtsvereins Dormagen und des Stadtverbandes der Schützen – die eine sehr gute Entscheidung getroffen habe. Zunächst aber verlieh Klemens Diekmann, Geschäftsführer des Energieversorgers „evd“, zwei Nachwuchsförderpreise von je 400 Euro. Sie gingen an die Schützenjugend Hackenbroich-Hackhausen, die in zahlreichen Aktionen den Lockdown begleitet hat, sowie an das Bettina-von-Arnim-Gymnasium für ein Austauschprogramm mit polnischen Schülern und Schülerinnen. Sie haben einen Stelenweg in Zons gestaltet, ein gleiches Pendant befindet sich in Polen. Da die Teilnehmer zumeist nach ihrem Abitur entlassen sind, nahm den Preis Ina Hohn, Lehrerin für Deutsch und Physik am BvA, entgegen. Kleine Filme erläuterten für die Besucher die Aktionen.

  • Thomas Michalski und Christian Reßing von
    Heimatpreis 2021 : Ausgezeichnetes Engagement 
  • Hartwig Hoersen vom Förderverein Narrenmühle, Bürgermeisterin
    Vereine in Viersen : Die Gewinner des Heimatpreises
  • Das Sommerkino im August am De
    Vereine und ehrenamtliches Engagement in Nettetal : Heimatpreis 2021 geht an das Sommerkino De Wittsee

Den ersten Preis es Heimatpreises teilen sich Hermann-Josef Lenz und der Heimatverein Rheinfeld. Lenz ist Gründungsmitglied des Missionshauses Knechtsteden und mittlerweile mehr als 30 Jahre im Vorstand des Fördervereins. Der langjährige Vorsitzende war mit dem Missionshaus an Projekten wie der umfangreichen Sanierung der Kirche, den Autobahnschildern für Knechtsteden, der Verschönerung des Klosterfriedhofs und der Wiederherstellung der historischen Schlosserwerkstatt beteiligt. Der Heimatverein Rheinfeld hält mit seinen 600 Mitgliedern das Maibrauchtum in Rheinfeld lebendig. Die beiden Preisträger, Lenz und der Heimatverein Rheinfeld, erhielten in Anerkennung ihres herausragenden Engagements jeweils 1.250 Euro.

Der zweite Platz ging jeweils an Jost Auler, Agnes Meuther und Heinz Krosch. Der Archäologe Jost Auler hat zahlreiche Bücher zur Dormagener Historie publiziert und im Rahmen der Stadtranderholung viele Jahre Ferienaktionen für Kinder zum Leben in der Steinzeit veranstaltet. Agnes Meuther engagiert sich seit 30 Jahren im Vorstand der KG Stürzelberg, ist die Gründerin des Stürzelberger Weihnachtsmarktes und hat 2014 die silberne Ehrennadel erhalten. Heinz Krosch setzt sich seit etlichen Jahren ehrenamtlich für seine Heimat ein, insbesondere im Bürgerschützenverein (BSV) Dormagen. Zudem kümmert er sich in besonderem Maße um die Pflege des Ehrenfriedhofs und als ehrenamtlicher Denkmalpfleger um die Denkmäler, insbesondere in Dormagen-Mitte. Die drei Preisträgerinnen und Preisträger erhielten jeweils 500 Euro.

Den dritten Platz des Heimatpreises, der in diesem Jahr unter dem Motto „Fördern, was Menschen verbindet“ verliehen wird, mussten sich drei Vereinigungen teilen, also auch das Preisgeld in Höhe von insgesamt 1.000 Euro. Es erhielten die Heimatfreunde Nievenheim-Ückerath, unter anderem für ihre geplanten Skulpturen in Kreisverkehren, und die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Ückerath für ihr Mundartprojekt „Tanzkätzchen“. Entzückend: Für den Preis bedankten sich in Kostümen Louisa und Lara, beide fünf Jahre alt. Dritter Preisträger war der im Jahr 2000 in Zons gegründete „Verein zur Pflege und Förderung der Mundart im Rhein-Kreis Neuss“.

Zum stimmungsvollen Ambiente des Abends trug auch Nadine Jagusch bei, die auf Alt- und Tenorsaxofon zu Playback prima mit bekannten Songs unterhielt.