Vereine in Viersen Die Gewinner des Heimatpreises

Viersen · Auszeichnungen gab es für die Lebenshilfe, den Förderverein Narrenmühle und den Geschichtsverein „Euregia — Frauenwege an Rhein und Maas“.

 Hartwig Hören vom Förderverein Narrenmühle, Bürgermeisterin Sabine Anemüller mit neuer Kurzhaarfrisur, Eva Lipka vom Lebenshilfe-Projekt „Viersen für alle“ und Angela Klein-Kohlhaus vom Verein Euregia (v.l.).

Hartwig Hören vom Förderverein Narrenmühle, Bürgermeisterin Sabine Anemüller mit neuer Kurzhaarfrisur, Eva Lipka vom Lebenshilfe-Projekt „Viersen für alle“ und Angela Klein-Kohlhaus vom Verein Euregia (v.l.).

Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)

Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) hat am Dienstag die Gewinner des erstmals vergebenen Viersener Heimatpreises ausgezeichnet. Preisträger sind „Viersen für alle“, das Inklusionsprojekt der Lebenshilfe Viersen auf dem ersten Platz, der Förderverein Narrenmühle Dülken als zweiter und der Verein „Euregia – Frauenwege zwischen Rhein und Maas“ auf Platz drei.

Der Heimatpreis ist nach den vom Rat der Stadt Viersen beschlossenen Richtlinien mit 5000 Euro dotiert. 2500 Euro gehen an den Erstplatzierten, 1500 und 1000 Euro an die Plätze zwei und drei.

Anemüller sagte, dem Heimatpreis liege das Motto zugrunde „Wir fördern, was Menschen verbindet“. Diesen Zweck erfüllten die ausgezeichneten Vereine und Projekte in hervorragender Weise. „Sie leben Zusammengehörigkeitsgefühl vor, ermöglichen und fördern es.“

„Viersen für alle“ ist ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit vielen Partnern Menschen mit Behinderung ein Mehr an Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, am bildenden und kulturellen Miteinander ermögliche. So wirke das Projekt darauf hin, dass Freizeitaktivitäten barriereärmer gestaltet werden, lobte Anemüller. Es baue Berührungsängste ab, indem es in den Schulen über das Leben von Menschen mit Behinderung erzähle. Ein Beispiel für den Abbau baulicher Barrieren seien die sogenannten Funkklingeln. In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek seien Informationen in Leichter Sprache vorgelegt und Piktogramme aufgestellt werden. Anemüller: „Sie füllen den Inklusions-Anspruch mit Ihrem Wirken mit Leben und Selbstverständlichkeit.“

Der Förderverein Narrenmühle habe sich in höchstem Maße engagiert, erklärte die Bürgermeisterin. Dank seines Einsatzes sei es gelungen, die Narrenmühle zu erhalten und grundlegend zu sanieren: „Nicht nur die Dülkener freuen sich, dass ihr Wahrzeichen wieder an seinem angestammten Platz steht.“ Auch der Förderverein erhielt aus den Händen der Bürgermeisterin einen Pokal und eine Urkunde.

Der vor zehn Jahren gegründete Geschichtsverein „Euregia – Frauenwege an Rhein und Maas“ informiere über die lokale Geschichte und das Wirken von Frauen in Viersen und der Region. Vorträge und Veranstaltungen zu frauenspezifischen Themen gehörten ebenso zum Angebot wie Museumsbesuche und Exkursionen. Hinzu kämen Beiträge zum Internationalen Frauentag.

(mrö)
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