Hallenbad "Sammys" in Dormagen wird 2018 von über 100.000 Gästen besucht

Hallenbad Dormagen: Über 100.000 Besucher im „Sammys“ 

Das neue Stadtbad ist in der Jahresbilanz für 2017 im Rahmen des Wirtschaftsplans geblieben. Das Minus liegt de facto bei 1,645 Millionen Euro. Sehr beliebt bei den Besuchern des Schul- und Vereinsbades sind die Kurse.

Mit der Entwicklung des neuen Hallenbad „Sammys“ sind Betreiber Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD) und Aufsichtsrat sehr zufrieden. Diese Einschätzung gaben sie während der Bilanzpressekonferenz am Freitag. Zwar fiel das Minus im Jahr 2017 (die Bilanz für 2018 liegt noch nicht vor) mit 2,845 Millionen Euro deutlich höher aus als im Wirtschaftsplan mit 1,580 Millionen Euro vorgesehen. „Aber darin enthalten ist die Abschreibung für das abgerissene Hallenbad in Nievenheim in Höhe von 1,2 Millionen Euro“, erklärte SVGD-Geschäftsführer Klaus Schmitz. „Unter dieser Berücksichtigung liegt das Jahresergebnis 2017 nur um 65.000 Euro über dem Planansatz.“ Dass das „Sammys“ gut läuft, verraten die Besucherzahlen für das vergangene und erste volle Betriebsjahr: Dort passierten 102.004 Besucher die Kassenschranken. Zum Vergleich: 2014, dem letzten Jahr, in dem es in Dormagen zwei Hallenbäder zur gleichen Zeit in Betrieb gegeben hat, waren es zusammen 129.082 Besucher.

In einigen Wochen, wenn das Betriebsergebnis für das zurückliegende Jahr vorliegt, kann die SVGD einen ersten, echten (finanziellen) Vergleich zwischen der Zeit mit dem Betrieb von zwei Bädern und der heutigen Situation ziehen. Im Jahr 2017 wurde das Bad in Nievenheim in den letzten sechs Monaten, bevor es schloss, von 50.644 Badegästen besucht, das Sammys lockte nach seiner Eröffnung im Sommer 42.212 Besucher an. Im Jahr 2016 (das Stadtbad in der City war geschlossen) kamen 90.313 Besucher nach Nievenheim. Im Jahr 2015 waren es 96.075 Besucher in Nievenheim und 5663 in der Mitte (nur ein Monat geöffnet).  In 2014 sah es so aus: 75.848 (Nievenheim) und 53.234 (Mitte); in 2013: 82.512 (Nievenheim) und 62.083 (Mitte).

Dass kommunale Schwimmbäder traditionell rote Zahlen schreiben, ist bekannt. Das Minus so weit wie möglich zu reduzieren, soll durch eine möglichst hohe Attraktivität gelingen. Daran arbeitet die SVGD. „Natürlich ist es unser Ziel, die Besucherzahlen zu erhöhen“, sagt Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Erik Lierenfeld. „Das kann nur durch eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit gelingen.“ Und einem attraktiven Angebot. „Dazu gehören Familientage, Spielenachmittage und vieles mehr“, so Lierenfeld. Klaus Schmitz sagt aber auch, warum es bei diesen Bemühungen Grenzen gibt: „Das Sammys ist ein Bad für den Schul- und Vereinssport.“ Dort liegt der inhaltliche Schwerpunkt, ergänzt  durch die Badezeiten für die Öffentlichkeit. Schmitz: „Wir sind kein Wellness-Tempel und Fun-Schwimmbad.“ Gleichwohl wird an dem gearbeitet, was gut läuft: Kurse.

Die Besucher strömen, aber es gibt auch immer wieder kleinere Probleme. Ein beliebtes Thema ist die Wassertemperatur. Einige Badefreunde, die aus Nievenheim ins Bad an der Robert-Koch-Straße gewechselt sind, meckern über das zu kühle Wasser im Sportbecken. Das Wasser dort ist 28 Grad warm, in Nievenheim waren es im Durchschnitt zwei Grad mehr. „Die 28 Grad sind das Maximum für ein zertifiziertes Schwimmbad“, sagt Klaus Schmitz. Im Variobecken nebenan liegt die Wassertemperatur zwischen 30 und 31 Grad, im Kinderbecken sind es noch einmal ein, zwei Grad mehr. Nach Angaben des SVGD-Geschäftsführers läuft der Schul- und Vereinsbetrieb dank vieler Absprachen recht reibungslos, auch das zwischenzeitliche Aufeinandertreffen von großen Schülergruppen in der Sammelumkleide, die das Bad gerade verließen bzw ankamen, ist gelöst.

Mehr von RP ONLINE