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Dormagen: Mehr als 40 Prozent gegen Corona geimpft

Corona in Dormagen : Mehr als 40 Prozent der Dormagener sind geimpft

In Deutschland haben etwa 60 Prozent eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Dormagen liegt bei der Impfquote gut im Rennen. Ärzte raten Bürgern weiterhin, sich impfen zu lassen.

In Sachen Impfungen gegen Corona kann Dormagen fast mit dem bundesweiten Durchschnitt mithalten. Mit Stand vom 15. Juli hatten 56,55 Prozent der Dormagener Bürger eine erste Impfung erhalten, 43,75 Prozent waren zu diesem Zeitpunkt vollständig geimpft, wie der Kreis auf Anfrage mitteilte.

Internist Udo Kratel, Leiter des Dormagener Praxisnetzes, appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, die bisher noch keine Impfung erhalten haben, sich impfen zu lassen. „Es ist jetzt ein sehr guter Zeitpunkt, denn trotz steigender Inzidenzen sind wir hier in einer guten Situation und die Impfungen schützen nachweislich hervorragend auch gegen die Delta-Variante“, erklärt er. Schwere Verläufe und Krankenhausaufenthalte könnten so verhindert werden.

Wer sich nicht impfen lässt, muss mit einer Ansteckung rechnen. „Wie der Verlauf sich entwickelt, kann man nicht vorhersagen, nur die Impfung schützt“, betont Kratel. Hauptsächlich wird das Vakzin von Biontech verwendet und es sei Impfstoff in großer Menge vorhanden, sodass jeder, der möchte, auch geimpft werden kann. Vor den Sommerferien sei die Nachfrage immens hoch gewesen, im Moment habe sie etwas nachgelassen, was auch mit den Ferien zusammenhängen kann. Kratel denkt und hofft, dass die Quote wieder zunimmt. „Im Herbst und Winter werden die Zahlen wieder steigen, deshalb ist jetzt ein seht guter Zeitpunkt, sich impfen zu lassen, damit man im Herbst geschützt ist“, sagt er. Dass die Kinderärzte teils zurückhaltend sind, liegt seiner Ansicht nach an fehlender Rückendeckung durch die Stiko. Gerade um ungeimpfte Jugendliche und Kinder zu schützen sei es wichtig, dass sich möglichst viele Impfberechtigte auch für eine Impfung entscheiden. In  Ländern wie England sehe man schon, dass trotz vieler Neuinfektionen dank der Impfquote die Zahl der Intensivpatienten gering bleibt.