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Besuch in Dormagen: Außenminister Heiko Maas würdigt Israel-Partnerschaft

Politik in Dormagen : Außenminister Heiko Maas würdigt Dormagens Partnerschaft mit Israel

Knapp eine Woche vor der Kommunalwahl am 13. September besuchte Außenminister Maas Dormagen, um mit Bürgermeister Erik Lierenfeld und Vereins- und Schüler-Vertretern über Israel zu sprechen.

Warten auf den Bundesaußenminister: Heiko Maas kam am Freitag ein paar Minuten später als angekündigt zum Gespräch mit Vertretern des Vereins zur Förderung der Partnerschaft Dormagen – Kiryat Ono auf den Platz zwischen Neuem Rathaus und Rathaus-Galerie. Der Grund für die Verspätung war jedoch einleuchtend: „Ein dringender Anruf der Bundeskanzlerin“, verriet Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld mit Zustimmung seines Gastes.

Knapp eine Woche vor der Kommunalwahl am 13. September war Heiko Maas, begleitet von seinem Sicherheitstross, nach Dormagen gekommen, um sich dort für seinen SPD-Parteifreund Erik Lierenfeld einzusetzen, der wieder gewählt werden will: „Es ist beeindruckend, wie stark Du hier in Dormagen wahrnimmst und wahrgenommen wirst“, lobte Maas beim anschließenden Facebook-Talk „Erik Live“ im Gespräch mit Lierenfeld. Maas beneide Lierenfeld auch um die unmittelbare Rückkopplung und Reaktion auf seine Worten und Taten.

Beim Gespräch auf dem zukünftigen Kiryat-Ono-Platz in Dormagen Mitte mit dem Partnerschaftsverein – genau an dem Tag, für den eigentlich der Festakt zu „25 Jahre Städtepartnerschaft Dormagen – Kiryat Ono“ geplant war, der coronabedingt verschoben wurde – hörte Maas interessiert Heidi Ruetz Bericht über die ersten Kontakte von Dormagenern mit Israeli zu. „Nach der Vereinsgründung 1990 wurde dann 1995 die Städtepartnerschaft besiegelt“, sagt die Stellvertreterin den Vorsitzenden Uwe Schunder.

Auch die Schüler und Lehrer des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums, die lebhaft von ihrem jährlichen Austausch mit den israelischen Schülern aus der Nähe von Tel Aviv erzählten, kamen mit dem Außenminister ins Gespräch, der betonte: „Das Verhältnis zu Israel liegt mir sehr am Herzen. Dass der neue israelische Außenminister seine erste Auslandsreise nach Deutschland unternommen hatte, hat mich sehr bewegt.“ Auf Nachfrage eines Jugendlichen konkretisierte Maas: „Ich bin in die Politik gegangen, nicht wegen der Friedensbewegung oder aus Umweltschutzgründen, sondern wegen des Holocaust. Menschheitsverbrechen müssen auch im Kleinen verhindert werden“, forderte Maas auf, sich auch im Alltag gegen Rassismus und Antisemitismus zur Wehr zu setzen, für andere einzustehen.

Aufmerksam hörte Maas auch Hanni Paschek-Dahls Geschichte über ihre Eltern zu, die sich im KZ kennengelernt und es überlebt hatten – im Gegensatz zu ihren Großeltern und anderen Familienangehörigen. „Wir haben in Dormagen eine starke Erinnerungskultur mit Stolpersteinen und Veranstaltungen.“