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Kleve: FDP beantragt eine  Partnerschaft mit einer Stadt aus Israel

Kleve : Klever FDP beantragt Partnerschaft mit einer Stadt aus Israel

Angesichts der Ausschreitungen möchten die Liberalen ein Zeichen setzen. Die Joseph-Beuys-Gesamtschule arbeitet seit geraumer Zeit an einer Schulpartnerschaft.

Die Klever FDP-Ratsfraktion fordert, dass die Kreisstadt angesichts der bundesweiten antiisraelischen Demonstrationen ein Zeichen der Verbundenheit setzt und engere Beziehungen mit Israel knüpft. Das teilten die Klever Freidemokraten mit und beantragen an den Hauptausschuss anstelle des Rates, Bürgermeister Wolfgang Gebing zu beauftragen, eine Städtepartnerschaft mit Israel zu prüfen und nach Möglichkeit auf den Weg zu bringen.

„Die bundesweiten antiisraelischen Demonstrationen, bei denen teils sogar vor Synagogen offen antisemitische Parolen skandiert werden, sind beschämend und inakzeptabel. Es ist an der Zeit, ein deutliches Zeichen zu setzen und klar Position gegen diesen Hass zu beziehen“, sagt Daniel Rütter, Fraktionsvorsitzender der FDP. Es gelte nun, bestehende Kontakte von Vereinen und Schulen in der Stadt zu nutzen, um engere Verbindungen mit Israel zu knüpfen.

Als Beispiel führen die Freidemokraten in Kleve die Klever Joseph-Beuys-Gesamtschule an, die bereits seit geraumer Zeit Austausche, Besuche und Begegnungen mit israelischen Schülern organisiere. Daran solle nun angeknüpft werden, so die Freidemokraten. Es sei wünschenswert, dass die Stadt diesen Austausch auch institutionell weiter vorantreibt. Auch als Zeichen: „Deutschland und die Stadt Kleve stehen fest an der Seite sowohl unserer jüdischen Mitbürger, als auch des jüdischen Staates“, so Rütter mit Blick auf den Nahostkonflikt.

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Tatsächlich organisiert die Klever Gesamtschule seit geraumer Zeit vorbildlich den Austausch mit Schülern aus dem Heiligen Land, den Austausch mit Bürgern des Staates Israel. „Wir sind interessiert an einer Partnerschaft mit einer Schule in Israel“, sagt Joseph-Beuys-Schulleiter Christoph Riedl, der vom Antrag der FDP, in der seine Schule genannt wird, überrascht ist.

„Wir als Schule sind da unabhängig, wir suchen hier vor allem den Austausch mit den Bürgern Israels und die Begegnung mit allen Religionen“, so Riedl.

(mgr)