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Dormagen: A57: Brücke und Straßenbelag schon fertig

Dormagen : A57: Brücke und Straßenbelag schon fertig

Die Freigabe der beiden Behelfsbrücken auf der A57 soll an Karsamstag Mittag erfolgen. Brücke und der Straßenbelag aus Betonplatten sind fertig, jetzt laufen die Arbeiten an den Sicherheitsvorkehrungen.

Die Vorbereitungen für der Wiedereröffnung der A57 zwischen Köln und Neuss, nahe der Raststätte Nievenheim, laufen auf Hochtouren. Wann der Verkehr an Karsamstag genau freigegeben wird, steht heute noch nicht fest. "Vielleicht mittags", sagt Andreas Raedt, stellvertretender Leiter der Autobahnniederlassung von Straßen NRW Krefeld. "Die genaue Terminierung wird am Mittwoch oder Donnerstag festgelegt."

Ein gutes Dutzend Auszubildende zum Beruf des Straßenwärters nahm gestern auf der Baustelle Anschauungsunterricht. "Eine gute Gelegenheit für die jungen Leute, sich eine solche besondere Maßnahme direkt vor Ort anzusehen", so Raedt. Sie sahen, wie weit fortgeschritten die Arbeiten bereits sind.

So weit, dass am vergangenen Freitag eine Straßenwalze die beiden 73 bzw. 55 Meter langen und zwei Millionen Euro teuren Behelfsbrücken befuhren und auch gestern regelmäßig Kehrmaschinen und Baufahrzeuge die Unglücksstelle passierten. "Die Brücken stehen zwar, die Fahrbahn ist auch fertig, aber es ist noch sehr viel zu tun", sagt der Straßen-Experte. Denn es gilt nun vor allem, für die notwendige Sicherheit zu sorgen.

Unmittelbar vor den beiden Brücken wurden breite Rillen in den Asphalt gefräst. Dort werden Beton-Leitplanken eingesetzt. Sie sollen verhindern, dass Autofahrer bei einem Unfall gegen das Tragwerk der Brückenkonstruktion fahren. In den nächsten Tagen werden noch neue Leitplanken zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen montiert, Fahrbahnmarkierungen aufgetragen und Beschilderungen aufgestellt. Auf rund zwei Dutzend Arbeiter schätzt Andreas Raedt die Kopfstärke auf der Baustelle.

Um den Zeitplan einhalten zu können, muss auch an Karfreitag gearbeitet werden. "Dafür werden wir eine Ausnahme-Genehmigung beantragen und sicherlich auch erhalten. Denn in der Nähe der Baustelle haben wir zum Glück keine Wohnbebauung." Auf der Brücke selbst liegen ein Zentimeter starke Stahlbetonplatten, jeweils anderthalb und drei Meter breit.

Raedt: "Diese Teile lagen vorher auf Autobahnen bei Hamburg oder in Sachsen-Anhalt." Es müssen vorhandene gelbe Fahrbahnmarkierungen abgetragen und durch neue ersetzt werden. Zwischen den Stahlplatten ist jeweils ein Zentimeter Luft, am Brückenende sind es sogar fünf. "Bei Wärme dehnen sich die Brücken, dieser Spalt wird benötigt. Auch für Motorräder kein Problem." Zumal ab Karsamstag auf den beiden Streifen nur Tempo 60 erlaubt ist.

Wenn an Ostern der Verkehr wieder rollt, dann beginnen die Vorbereitungen für den Brückenneubau – allerdings erst einmal nur am Schreibtisch. Planungen und Ausschreibungen werden bis Jahresende dauern. Baubeginn wird Ende nächsten Jahres sein.

(NGZ/jco/rm/chk)