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Dormagen: Bahnhof Dormagen sauberer

Dormagen : Bahnhof Dormagen sauberer

Der Dormagener Bahnhof ist in einem besseren Zustand als noch vor einem Jahr. Das geht aus dem Stationsbericht des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) hervor. In Nievenheim ist laut VRR indes weiter Handlungsbedarf.

Rote Mülltüten stecken sorgfältig befestigt in den Metalleinfassungen. Der gepflasterte Boden ist sauber, nur hier und da liegen einige Zigarettenkippen umher. Der Fahrkartenautomat ist zerkratzt, aber funktionstüchtig — alles in allem macht der Bahnhof Dormagen am Willy-Brandt-Platz gestern gegen 13.20 Uhr einen gepflegten Eindruck.

Diesen Eindruck können auch die Profitester des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) bestätigen. Sie waren im vergangenen Jahr vier Mal in Dormagen unterwegs und kommen im VRR-Stationsbericht zu dem Ergebnis, der Zustand des Bahnhofs Dormagen könnte besser sein, ist aber okay. "Vier mal im Jahr kontrollieren unsere Tester Zugangsbereich und Bahnsteig der Bahnhöfe nach den Kriterien ,Sauberkeit', ,Funktion' und ,Graffiti'", erklärt VRR-Sprecher Johannes Bachteler. Ein Bahnhof, der 100 bis 90 Punkte erhält, wird mit Grün gekennzeichnet, bis 83 Punkte gibt es ein Gelb, schlechtere Stationen werden mit Rot gebrandmarkt — so wie der Bahnhof Nievenheim, der sich seit dem Vorjahr nicht verbessern konnte. "Wir sind mit der Entwicklung insgesamt zufrieden", sagt VRR-Sprecher Bachteler. Positiv bewertet er etwa das Anti-Graffiti-Programm, das die DB Station & Service AG als Betreiber der Bahnhöfe fährt. Dafür wird ein spezieller Lack aufgetragen, der das Entfernen der Schmierereien vereinfacht.

Auch Gottfried Koch, Leiter der Technischen Betriebe (TBD), freut sich über die verbesserten Noten. Die Stadt kümmert sich um die Sauberkeit der Eingangsbereiche und der Unterführungen. Die besseren Noten führt Koch auch auf die höheren Anstrengungen zurück, die die Stadt zuletzt unternommen habe: "Wir haben die Kehrrhythmen erhöht", sagt der TBD-Chef. Zwei mal in der Woche sorgt ein externes Reinigungsunternehmen für die Sauberkeit, hinzu kommt sporadisch ein TBD-Mitarbeiter, der zusätzlich eingestellt wurde. Doch ist Kochs Ansicht nach die Bewertung durch die VRR-Tester auch ein wenig Glückssache: "Wenn die Tester kommen, nachdem 1000 Schüler durch die Unterführung gekommen sind, ist das natürlich unglücklich." Noch schlimmer sei die Situation, wenn eine Veranstaltung in einer der naheliegenden Hallen stattfinde. Ein Kritikpunkt des VRR, der im Stationsbericht des Vorjahres aufgetaucht ist, konnte in diesem Jahr indes gestrichen werden. Bei der Überprüfung der Lautsprecherdurchsagen hatte Dormagen besonders schlechte Werte erzielt und war auf dem letzten Platz gelandet. Bahnsprecher Dirk Pohlmann: "Das Problem ist behoben, der Dormagener Bahnhof ist inzwischen mit dynamischen Schriftanzeigern ausgestattet worden."

(NGZ)