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Dormagen: Rock-Konzerte in Zons fallen aus

Dormagen : Rock-Konzerte in Zons fallen aus

Weil die Finanzierung nicht gelingt, werden auf der Freilichtbühne in diesem Jahr keine Rock-Größen auftreten. Dieser Schritt wirft ein Schlaglicht auf die schwierige Lage bei den Veranstaltungsstätten in Dormagen.

Auf der Zonser Freilichtbühne wird es in diesem Jahr keine Rock-Konzerte geben. "Es liegen im moment keine für die Freilichtbühne geeigneten Angebote vor, die finanzierbar sind", sagt Jorgos Flambouraris, Inhaber der City-Buchhandlung und Veranstaltungsorganisator. Flambouraris wird seinen Wirkungsbereich stärker in die TSV-Sporthalle am Höhenberg verlegen. Sie soll stärker für Veranstaltungen genutzt werden, wenn es dort bald keinen Bundesliga-Handball mehr geben wird. Daneben steht eine längst überfällige Sanierung der Aula des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums im Raum, eine der wichtigsten Veranstaltungshallen der Stadt, im Raum.

Keine Rockkonzerte – wie von von Barclay-James-Harvest, Uraih Heep oder Ten Years After – zwar, aber das "normale" Programm läuft in Zons weiter, versichert Rathaus-Dezernent Gerd Treszkowski: "Open-Air-Theater wird es ebenso geben wie die 18 Aufführungen der Märchenspiele und die Lebendige Krippe im Winter." Die Rede ist von einer Pause. Der "kulturschaffende Buchhändler" (Flambouraris über sich) will derweil das TSV-Sportcenter etablieren: Am 5. Mai kommen Uriah Heep und Nazareth, im September Dieter Nuhr. "Hier habe ich eine größere Sicherheit", sagt er und meint die Finanzen. 1200 Plätze kann er besetzen, diese auf 2500 erweitern. Große Besucherströme werden auch benötigt, denn das Herrichten von Bühne, Bestuhlung und vor allem Technik verschlingt schon einen fünfstelligen Betrag, bevor auch nur ein Euro eingenommen wurde. Die fehlende technische Grundausstattung dort, wie auch in Zons, sind Handicaps, mit denen Organisatoren leben müssen und die Veranstalter oft abschrecken. "Sie müssen zunächst stark investieren, ohne zu wissen, ob das Geld auch wieder reinkommt", so Flambouraris.

Es gibt gute, passende Veranstaltungshallen: Die kleine, feine "Kulle", in der aus Brandschutzgründen allerdings nur 199 Besucher zugelassen sind, und die viel genutzte Aula des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums mit fast 600 Sitzplätzen. Sie ist das Sorgenkind Dormagens. Die von 1967 stammende Aula entspricht nicht mehr den Erfordernissen einer modernen Veranstaltungshalle. Schon in der letzten Wahlperiode war einhellige Meinung in Politik und Verwaltung, dort die benötigte eine Million Euro für eine neue Technik und Bestuhlung auszugeben. Die schwierige finanzielle Haushaltslage verhinderte dies bislang. Trzeskowski: "Dei Überzeugung ist ist im Verwaltungsvorstand vorhanden, die Spielstätte des BvA zukunftsfähig herzurichten." Im Rahmen der Aufstellung des Haushaltssicherungskonzeptes sei dies auch ein zentrales Thema. Kommentar

(NGZ)