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Lokalsport: TV Jahn Hiesfeld - Pokalsieger der Herzen

Lokalsport : TV Jahn Hiesfeld - Pokalsieger der Herzen

Nach dem tollen Endspiel des Niederrheinpokals gegen den MSV Duisburg machten die "Veilchen" in Düsseldorf die Nacht zum Tag.

Im Mannschaftsbus schnappte sich Pascal Spors das Mikrofon und ging wie der Stadionsprecher jeden einzelnen Spieler bis hin zu Trainer Jörg Vollack durch und ließ sie alle hochleben. Trotz der 2:5-Niederlage im Finale des Niederrheinpokals beim MSV Duisburg war die Stimmung beim TV Jahn Hiesfeld prächtig und die Mannschaft feierte bis in die Morgenstunden in Düsseldorf. Sie hatte sich den Abend verdient, denn beim größten Spiel der Vereinsgeschichte vor 24 000 Zuschauern betrieben die "Veilchen" beste Werbung für sich selbst und für die Stadt Dinslaken.

 Einige knifflige Szenen und Diskussionsstoff gab es im Endspiel: Danny Rankl, Dennis Hecht und Fabian Gombarek (v.l., rote Trikots) mischten mit.
Einige knifflige Szenen und Diskussionsstoff gab es im Endspiel: Danny Rankl, Dennis Hecht und Fabian Gombarek (v.l., rote Trikots) mischten mit. Foto: Büttner, Martin (m-b)

Manager Harald Plank ließ die Truppe in Düsseldorf einmal alleine feiern und verarbeitete das Erlebnis im Kreis der Familie in Dinslakens Altstadt. Als treuer MSV-Fan war das Finale für ihn das Spiel der Spiele: "Es war eine super Geschichte, losgelöst vom Ergebnis. Ich denke, wie wir uns als Mannschaft und Verein und mit den Fans präsentiert haben, waren wir mit den Duisburgern auf Augenhöhe. Ich denke, dass wir erhobenen Hauptes das Stadion verlassen konnten und es für alle eine wohl einmalige Sache war. So schnell wird es so etwas für uns nicht mehr geben", sagte Plank und bezeichnete seine Hiesfelder als den Pokalsieger der Herzen.

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Trainer Jörg Vollack zog mit seinen Spielern bis 2.30 Uhr um die Häuser seiner Heimatstadt, einige Kicker sollen erst um 8 Uhr ins Bett gefallen sein. Aber der Coach schaute gerne darüber hinweg, dass die Regeneration nach einem solchen kräfteraubenden Spiel eher kontraproduktiv ausfiel: "Aber lass die Jungs doch feiern. Es war ein tolles Erlebnis, wie wir es uns alle wünschten. Es war eine überragende Stimmung unserer Fans und ich denke, dass wir 50 Minuten auch unseren Teil zum Spiel beigetragen haben. Wenn der Schiedsrichter den Elfmeter nicht gibt und es ein bisschen länger 1:1 gestanden hätte, dann hätte ich gerne gesehen, wer nervöser geworden wäre."

Nach dem Höhepunkt der Vereinsgeschichte glaubt der Coach, dass sein Team davon profitiert: "Das sind Erlebnisse, die noch ein Stück Flügel verleihen und noch mehr zusammenschweißen."

(RP)