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MSV Duisburg und der FC Bayern München II trennen sich 2:2

Rettung nach 2:2 gegen FC Bayern II vertagt : MSV Duisburg verpasst vorzeitigen Klassenerhalt

Der MSV Duisburg bleibt auch im siebten Heimspiel in Folge ohne Niederlage. Gegen den FC Bayern II müssen sich die Zebras aber mit einem 2:2 begnügen. Das Team von Trainer Pavel Dotchev hat damit den Klassenerhalt noch nicht sicher, kommt seinem Ziel aber immer näher.

Die Vorfreude und eine gewissen Anspannung vor dem Duell gegen den FC Bayern II konnte Duisburgs Trainer Pavel Dotchev nicht leugnen. „Es wäre es schön, wenn wir den Sack heute zumachen würde“, sagte der 55-Jährige bei MagentaSport, wohlwissend, daas an den letzten drei Spieltagen noch schwere Aufgaben auf sein Team warten.

Als um genau 20:52 Uhr der Abpfiff durch das Stadion des MSV schallte, dürfte der Coach einmal tief durchgeatmet haben: Der MSV Duisburg und der Bayern-Nachwuchs trennten sich in einer offenen Partie mit 2:2 (1:1). Mit nun 43 Punkten liegt der MSV drei Spieltage vor dem Saisonende sechs Punkte vor dem ersten Abstiegsrang, den der KFC Uerdingen (37 Punkte) belegt. Weil der KFC noch auf den 1. FC Kaiserslautern (38) trifft und sich beide Teams so gegenseitig Punkte wegnehmen, wäre der MSV bei einem Sieg bereits gerettet gewesen.

Im Vergleich zum 0:1 in Dresden hatte Dotchev seine Startelf lediglich auf einer Position verändert weiter zittern. Dominik Schmidt ersetzte in der Innenverteidigung Vincent Gembalies, der aufgrund eines Nasenbeinbruches ausfällt. Verzichten mussten die Zebras zudem kurzfristig auf Wilson Kamavuaka. Der Mittelfeldspieler wurde positiv auf Corona getestet und befindet sich in häuslicher Quarantäne, wie der Drittligist kurz vor Beginn der Partie mitteilte.

Beide Mannschaften starteten aggressiv in die Partie und versuchten sofort Druck aufzubauen. Gerade einmal fünf Minuten dauerte es, da hätte Aziz Bouhaddouz für einen Traumstart für den MSV sorgen können. Dass es beim Konjunktiv blieb, lag daran, dass der Angreifer - mit ausreichend Platz und in guter Position - ein Luftloch trat.

Zuvor hatten sich die Gäste ihrerseits bereits mit zwei Torschüssen in der Partie angemeldet. Der dritte Versuch führte dann zum Erfolg. Armindo Sieb zirkelte den Ball unhaltbar für MSV-Torhüter Leo Weinkauf ins lange Netz (13.). Doch der MSV bewies erneut, dass er sich von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lässt. Im direkten Gegenzug drückte Bouhaddouz eine Flanke von Leroy Mickels zum Ausgleich über die Linie (14.). Bereits das fünfte Saisontor für den Winter-Zugang.

 Und es wäre fast noch besser gekommen für den MSV. Ein Schuss von Mickels ging knapp rechts am Tor vorbei (32.). Vier Minuten später wurde es richtig brenzlig: Erst traf  Bouhaddouz nur den Pfosten, den Nachschuss von MSV-Kapitän Stoppelkamp parierte Bayern-Keeper Ron Torben Hoffmann. Der MSV war jedoch auch defensiv gefordert. Vor allem die Torschütze Sieb, Christopher Scott und Sarpreet Singh sorgten mit ihrem Tempo und Dribbelstärke bei schnellen Gegenstößen immer wieder für Gefahr.

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Auch die Anfangsphase des zweiten Durchgangs gehörte den Gästen. Aufwand und Ertrag passten jedoch zunächst nicht zusammen. Erst nach einer knappe Stunden konnten sich die Duisburger vom Druck der Münchner lösen und ihrerseits Akzente setzen – und wurden prompt belohnt. Eine Hereingabe von Lukas Scepanik lenkte Bayern-Verteidiger Justin Che ins eigene Netz (61.).

Der MSV-Verteidiger stand auch bei der nächsten Szene im Mittelpunkt. Nach einer Grätsche im Strafraum gegen Dennis Waidner entschied Schiedsrichter Steven Greif auf Foulelfmeter, den der eingewechselte Jann-Fiete Arp zum nicht unverdienten Ausgleich nutzte (73.). Dotchev reagierte mit einem offensiven Dreierwechsel: Vincent Vermeji, Orhan Ademi und David Tomic ersetzten Bouhaddouz, Stoppelkamp und Krempicki. Der entscheidende Treffer sollte aber nicht mehr fallen.

Die nächste Chance, den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen, bekommt der MSV bereits am Samstag, 8. Mai, beim Auswärtsspiel in Magdeburg. Die Klub aus Sachsen-Anhalt gewann am Mittwoch 3:0 beim 1. FC Saarbrücken und hat damit Planungssicherheit, denn die Magdeburger bleiben der Spielklasse erhalten.

Statistik:

Duisburg: Weinkauf - Sauer (59. Bitter), Dominik Schmidt, Sicker, Scepanik - Jansen (90. Fleckstein), Frey - Leroy Mickels (77. Tomic), Krempicki (77. Ademi), Stoppelkamp - Bouhaddouz (77. Vermeij). - Trainer: Dotschew

München II: Ron-Thorben Hoffmann - Waidner, Che, Feldhahn, Vita - Stiller, Maximilian Welzmüller (64. Arp) - Günther (35. Nicolas Kühn), Singh, Sieb (79. Stanisic) - Scott (64. Zaiser). - Trainer: Schwarz/Demichelis

Schiedsrichter: Steven Greif (Gotha)

Tore: 0:1 Sieb (14.), 1:1 Bouhaddouz (15.), 2:1 Che (62., Eigentor), 2:2 Arp (72., Foulelfmeter)

Zuschauer: keine

Gelbe Karte: Sauer -