1. Kultur

Förderpreis für Jana Bauch

Auszeichnung für Fotografin Jana Bauch : „Brücke bauen für ein tieferes Verständnis junger Leute“

Die 29-Jährige hat die Lebenswirklichkeit der Umwelt-Aktivistinnen und -Aktivisten im Gebiet des Braunkohle-Tagebaus dokumentiert. Jetzt wurde ihr Projekt „Y-Topia“ ausgezeichnet.

Die Fotografin und Dokumentarfilmerin Jana Bauch hat den vom Museum Folkwang und der Wüstenrot-Stiftung vergebenen Förderpreis für Dokumentarfotografie gewonnen. Die 29-Jährige, die bei der Rheinischen Post ein journalistisches Fotovolontariat absolviert hat und in unserer Redaktion arbeitet, erhielt die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihr Projekt „Y-Topia“.

Dabei handelt es sich um eine über Monate entstandene Fotodokumentation aus der Lebenswirklichkeit von Umwelt-Aktivistinnen und -Aktivisten, die für den Erhalt des Hambacher Forstes und der durch den Braunkohle-Tagebau bedrohten Dörfer in der Region kämpfen. Die Dokumentation war Gegenstand ihrer Abschlussarbeit, die Bauch an der Hochschule Düsseldorf für ihren Masterstudiengang anfertigte.

„Ich wollte eine Brücke bauen für ein tieferes Verständnis dieser jungen Leute, die von der Idee einer solidarischen, klimagerechten Gesellschaft beseelt sind, und zugleich die Frage aufwerfen: Wie wollen wir leben?“, so die Preisträgerin.

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Ihre Bilder wurden von der Hochschule Düsseldorf für den Förderpreis nominiert und von der Jury mit der Begründung ausgezeichnet, Bauch dokumentiere „die Protestbewegungen ihrer Generation, der bewusst ist, dass jetzt die letzte Möglichkeit besteht, der scheinbar unausweichlichen Klimakatastrophe entgegenzutreten. Wir begegnen in ihren Arbeiten jenen jungen Menschen, die bereit sind, für uns und das Überleben unserer Welt sowie für die Möglichkeit einer gerechteren Welt zu kämpfen.“

Ein Interaktiv-Spezial von Jana Bauch und Phil Ninh mit dem Titel „Was bleibt“ aus dem Jahr 2018 finden Sie hier.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bilder der preisgekrönten RP-Fotografin Jana Bauch