Düsseldorfer EG ist zu schnell für die Grizzlies Wolfsburg

7:2-Sieg gegen Wolfsburg: DEG ist zu schnell für die Grizzlies

Das Team von Trainer Harold Kreis demontiert den Tabellenvorletzten aus Wolfsburg in einem ungleichen Spiel 7:2 (4:1, 2:0, 1:1). Die Wolfsburger waren mit dem Tempo der DEG gänzlich überfordert.

Calle Ridderwall ist wahrlich nicht als rüpelhafter Eishockeyspieler bekannt. Exakt null Strafminuten hatte der Stürmer der Düsseldorfer EG vor diesem 17. Spieltag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Grizzlies Wolfsburg auf dem Konto. Doch ausgerechnet der Schwede prügelte sich mit seinem Gegenspieler Wade Bergmann – der Faustkampf war genau so ungleich wie das Eishockeyspiel: Ridderwall vermöbelte Bergmann nach Strich und Faden. Selbiges taten auch seine Mitspieler mit dem Tabellenvorletzten. Mit dem 7:2 (4:1, 2:0, 1:1) waren die Gäste aus Niedersachsen noch gut bedient.

Es ist noch gar nicht so lange her, da galten die Wolfsburger als Angstgegner der DEG. Unter Trainer Pavel Gross zelebrierten sie taktisch perfektes Eishockey, spielten technisch und körperlich stark. Gross ist inzwischen mit Mannheim Tabellenführer – und mit ihm ging auch der Erfolg. Von den Tugenden, die das Team in der Vergangenheit auszeichnete, sahen die 6734 Zuschauer im ISS Dome herzlich wenig. Würde es in der DEL einen Absteiger geben – Wolfsburg trat wie einer auf.

„Wir waren vor dem Spiel trotzdem nervös“, sagte Kapitän Alexander Barta. „Nach der Niederlage in Krefeld war die Stimmung bei uns nicht so gut, da war wichtig, dass wir uns gut präsentieren würden.“ Und das taten die Düsseldorfer tatsächlich. Vom Anfangsbully weg legten die Rot-Gelben ein aberwitziges Tempo vor und überforderten die Gäste damit komplett.

Weil sich die Wolfsburger partout weigerten, sich auf die kleinliche Linie des Schiedsrichterduos einzustellen, verbrachten sie viel Zeit auf der Strafbank. In Überzahl wurde die Düsseldorfer Dominanz auf dem Eis noch deutlicher. Nach dem 1:0 durch Lukas Laub aus dem Gewühl fiel das 2:0 durch Ken-Andre Olimb in doppelter Überzahl – und auch beim 4:1 durch Braden Pimm hatte die DEG einen Spieler mehr auf dem Eis. Der Anschlusstreffer der Wolfsburger, den Torhüter Fredrik Pettersson-Wentzel mit einem Schuss durch die Beine kassierte, war nicht mehr als ein Strohfeuer. Denn kurz darauf bugsierte Pimm die Scheibe im Fallen zum 3:1 ins Gehäuse.

Es war ein Klassenunterschied auf dem Eis zu sehen, den Wolfsburg im Mittelabschnitt mit Härte auszubügeln versuchte. Das Konzept ging nicht auf. Im Faustkampf unterlag Bergmann gegen Ridderwall, die einzige nennenswerte Chance, ein Alleingang durch Christoph Höhenleitner,  entschärfte Pettersson-Wentzel – und auf der Strafbank fingen sich die Gäste weitere Tore ein. Jaedon Deschenau spielte einen Pass präzise auf die Kelle von Philipp Gogulla, der zum 5:1 abfälschte, beim sechsten Treffer fand Kapitän Barta exakt die kleine Lücke am kurzen Pfosten. „Im Schlussdrittel wollten wir dann das Tempo im Spiel halten und nicht das Drittel noch verlieren“, sagte Trainer Harold Kreis. Das Konzept ging auf: Nach einem Alleingang von Olimb zum 7:1 und einem letzten Gegentreffer geht die DEG mit 33 Punkten aus 17 Spielen und einem guten Gefühl in die Länderspielpause.

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