DEG kann doch noch verlieren

Sensationsserie gerissen : DEG kann doch noch verlieren

Die Düsseldorfer EG kann doch noch verlieren und muss sich die erste Saisonniederlage am Freitagabend bei den Grizzlys Wolfsburg vor allem selbst ankreiden. Dabei waren die Rot-Gelben bei der 3:4 (1:0, 1:1, 1:3)-Pleite vor 2542 Zuschauern tonangebend.

Gemäß einer alten Sportlerweisheit, baut man ein siegreiches Team nicht um. Erst recht nicht, wenn eine Serie von sieben Erfolgen in sieben Spielen zu Buche steht. Trainer Kreis war jedoch zu einer kleinen Korrektur gezwungen, da Manuel Strodel mit einer Schulterverletzung aus dem Berlin-Spiel am Dienstag (5:1) lange ausfallen wird. So rückte Christian Kretschmann ins Team, der so sein Saisondebüt feiern durfte.

Torhüter Mathias Niederberger kehrte hingegen ins Team zurück. Nachdem der Goalie die ersten vier Partien der Saison herausragend gehalten hatte, präsentierte sich Fredrik Wentzel zuletzt stark, so dass Kreis auf der Schlüsselposition nur wenige Sorgen haben dürfte.

Am Freitagabend entschied sich Kreis für Niederberger. Und der Keeper machte seine Sache im ersten Durchgang direkt wieder ordentlich. Sein Gegenüber Gerald Kuhn zunächst allerdings auch, und so blieb das Tor von Leon Niederberger zur 1:0-Führung in der 19. Minute das einzige bis zur ersten Pause. Sturmkollege Stefan Reiter hatte sich an der Bande gegen zwei Gegenspieler durchgesetzt und Niederberger den freien Puck gedankenschnell aufgenommen, ehe er vor das Tor zog und Kuhn aus spitzem Winkel überlistete.

Nach der Pause blieben die Düsseldorfer das spielbestimmende Team. Die Wolfsburger, die im Vergleich zu den Rot-Gelben mit bis dato nur vier Punkten überraschend schlecht in die Spielzeit gestartet waren, fanden keine Mittel gegen die gut stehende Defensive der Rheinländer. Und als die Grizzlys quasi aus dem Nichts dennoch ausglichen (29. Sparre), antwortete John Henrion nur 30 Sekunden später. Sein Schuss durch die Schoner des unglücklichen Torhüters Kuhn bedeutete die erneute Führung des achtmaligen deutschen Meisters.

Ein ganz anderes Bild dann im letzten Drittel, als die Niedersachsen nach dem 2:2 durch Alexander Weiß erst Oberwasser bekamen und Jeffrey Likens in Überzahl die 3:2-Führung besorgte. Erst als auch noch Gerrit Fauser traf, legte die DEG den Schalter nochmal um. Doch der Anschlusstreffer von Alexander Barta reichte nicht mehr, da der Ausgleich zwar fiel, jedoch erst nach der Schlusssirene.

DEG: M.Niederberger (Wentzel) – Köppchen, Picard; Ebner, McKiernan; Nowak, Marshall; Huß – Gogulla, Barta, Descheneau; Ridderwall, Olimb, Henrion; Reiter, Buzas, Pimm; L.Niederberger, Kretschmann, Laub.

Tore: 0:1 (18:20) L.Niederberger (Reiter, Köppchen), 1:1 (28:02) Sparre (Machaczek, Bergman), 1:2 (28:32) Henrion (Ridderwall, Olimb), 2:2 (41:56) Weiß (Valentin, Bergman), 3:2 (46:57) Likens (Weiß; 5-4), 4:2 (53:35) Fauser (Dehner, Sparre), 4:3 (54:36) Barta (McKiernan, Descheneau; 5-4).

Strafen: Wolfsburg 6, DEG 6.

Zuschauer: 2542.

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