DEG landet Arbeitssieg

Deutsche Eishockey Liga: DEG landet Arbeitssieg

Die Eishockey-Profis schlagen die Augsburger Panther 5:3 (2:1, 0:1, 3:1) und fahren nun mit Rückenwind zum Derby nach Köln. Die vierte Sturmreihe trifft zweimal.

Philip Gogulla hatte gewarnt: „Das gibt ein hartes Stück Arbeit gegen Augsburg.“ Der DEG-Stürmer behielt Recht. Mehr als 54 Minuten lange hatten die Düsseldorfer mächtig an den Panthern zu knacken – doch am Ende stand ein 5:3 (2:1, 0:1, 3:1)-Sieg. Damit gelang dem Favoriten doch noch ein gelungener Neustart nach der zweiwöchigen Länderspielpause.

Die Anfeuerungsrufe für die DEG fielen diesmal ein paar Tonlagen höher aus als gewohnt. Es war mal wieder „Schools Day“ im ISS Dome, und die gegenüber den Vorjahren deutlich verbesserte sportliche Situation des Eishockeyklubs schlug sich in der Resonanz bei den Schulen der Umgebung nieder. 56 Bildungsinstitute schickten Abordnungen nach Rath, so dass 13.085 Zuschauer die Partie in Augenschein nahmen – damit war der Dome nahezu ausverkauft.

Beide Mannschaften hatten sich offenbar vorgenommen, dem nicht alltäglichen Publikum auch nicht alltägliche Situationen zu bieten. So lieferte das erste Drittel gleich drei Saisonpremieren – den ersten Gegentreffer der DEG in eigener Überzahl, das schnellste Überzahltor und den ersten Pflichtspieltreffer Jerome Flaakes im Düsseldorfer Trikot. Kapitän Alex Barta wird sich dabei über den Ausgleich Jaedon Descheneaus besonders gefreut haben, denn nachdem er mit einem Fehlpass das 0:1 eingeleitet hatte, hielt er sich mit dem Bullygewinn vor dem 1:1 schadlos. Nur fünf Sekunden lang hatte der Augsburger Steffen Tölzer auf der Strafbank Platz nehmen müssen.

Den noch größeren Jubel der Kollegen erntete allerdings Flaake, der nach einem Mittelfußbruch in der Vorbereitung erst kurz vor der Deutschland-Cup-Pause beim 2:3 in Krefeld sein Debüt feiern durfte. 64 Sekunden vor Ende des ersten Abschnitts reagierte der frühere Münchner am schnellsten, als Panther-Goalie Markus Keller hektisch nach dem Puck suchte. Flaake fand ihn und schickte die DEG mit einer Führung in die Pause.

Doch es blieb ein dickes Brett, das die DEG da zu bohren hatte. Der Ausgleich der Gäste nach nur 14 Sekunden Strafzeit gegen John Henrion schmerzte nicht nur, er nahm dem Team von Trainer Harold Kreis auch den Schwung aus dem Spiel. Plötzlich fehlte das Tempo, mit dem es zuvor die Partie diktiert hatte, und Augsburg nahm die Einladung dankend an. Tiefpunkt dieses Trends war das 2:3 – der zweite „Shorthander“, der Gäste wiederum durch Matt White. Die DEG wankte, produzierte Fehler in Serie (Alex Picard, Ryan McKiernan). Doch sie fiel nicht – und dafür war wieder einmal die zuverlässige vierte Reihe verantwortlich. Lukas Laub erzielte nach Flaake zuvor den zweiten Treffer für die vermeintliche Arbeitslinie, dem Henrion einen gewaltigen Schlagschuss ins Glück und Calle Ridderwall einen Schlenzer ins leere Netz folgen ließen. Der Dome feierte lautstark – und die Rot-Gelben nehmen nun doch drei weitere Punkte im Rucksack mit nach Köln, wo am Sonntag (16.30 Uhr) das Derby gegen die Haie ansteht.

DEG: Pettersson Wentzel (M. Niederberger) – Picard, Köppchen; Marshall, McKiernan; Ebner, Nowak – Gogulla, Barta, Descheneau; Ridderwall, Olimb, L. Niederberger; Flaake, Kretschmann, Laub.

Schiedsrichter: Klein, Rohatsch.

Zuschauer: 13.085.

Tore: 0:1 (5:40) White (LeBlanc – 4:5), 1:1 (8:26) Descheneau (McKiernan, Barta – 5:4), 2:1 (18:56) Flaake (Laub), 2:2 (31:57) Fraser (White, Gill – 5:4), 2:3 (42:53) White (Valentine – 4:5), 3:3 (47:39) Laub (L. Niederberger, Nowak), 4:3 (54:05) Henrion (Buzas, Köppchen), 5:3 (59:59) Ridderwall (5:6).

Strafminuten: DEG 4, Augsburg 12.

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