76 Insassen Südsudans Präsident begnadigt Häftlinge

Juba · Im Südsudan wurden 71 Häftlinge begnadigt. Darunter waren vier weibliche Insassen, 36 waren zum Tode verurteilt. Was der Papst damit zu tun hat.

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Foto: dpa/Alessandra Tarantino

Südsudans Präsident Salva Kiir Mayardit hat nach seinem Treffen mit Papst Franziskus am Freitag 71 Häftlinge begnadigt. Bei 36 von ihnen handelte es sich laut örtlichen Medien um zum Tode verurteilte Insassen.

Das Dekret, durch das sie freikommen sollen, wurde am Freitagabend im Staatssender SSBC verlesen. Unter den Begnadigten seien auch vier Frauen. Laut Amnesty International werden Todesurteile im Südsudan nach wie vor vollstreckt.

Einen Grund für seine Entscheidung nannte Kiir den Berichten zufolge nicht. Beobachter gingen aber davon aus, dass das Treffen mit Papst Franziskus wenige Stunden zuvor den Vorstoß motiviert haben könnte. Der Papst war am Freitag für einen dreitägigen Besuch in der Hauptstadt Juba gelandet. Er wird begleitet von Anglikaner-Primas Erzbischof Justin Welby von Canterbury und dem Moderator der presbyterianischen Kirche Schottlands, Iain Greenshields.

Der Papst lehnt die Todesstrafe offiziell ab. Das wurde bereits 2018 vermeldet. Noch vor kurzem, Ende 2022, setzte sich Papst Franziskus in Bahrain für die Abschaffung der Todesstrafe ein.

(aku/kna)
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