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Die Höhle der Löwen 2018: Aktimed-Tape, Caps und YFood überzeugen die Löwen

„Die Höhle der Löwen“ : Die Zukunft des Essens heißt Trinken

Traumschwiegersöhne, Paralympics-Medaillengewinner und Mottenexperten – bei der „Höhle der Löwen“ war am Dienstagabend für jeden etwas dabei.

Sie wären der Traum jeder Schwiegermutter. Noel Bollmann und Benjamin Kremer aus München sind beide noch keine 30 Jahre alt und können bereits auf eine stolze Karriere zurückblicken. Der 25-jährige Bollmann studierte in St. Gallen, Harvard und Shanghai Volkswirtschaftslehre. Der drei Jahre ältere Kremer besuchte Universitäten in Mannheim, Paris und London. Danach entwickelten beide gemeinsam „YFood“, eine gesunde Flüssignahrung. Essen aus der Flasche für 2,99 Euro. „Knapp unter der Döner-Schwelle von drei Euro“, sagt Bollmann stolz.

So viel Expertise überzeugt auch die Experten. Es entwickelt sich ein Wettbieten um die beiden Nachwuchstalente, die mit Fachbegriffen nur so um sich werfen. Frank Thelen versucht es als Erster, bietet 200.000 Euro für 20 Prozent Firmenanteil. Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel halten gemeinsam dagegen, möchten aber 25 Prozent für ihr „doppeltes Löwenpaket“. Nach kurzer Beratung entscheiden sich Bollmann und Kremer dennoch für Thelens Angebot und lassen einen sichtlich enttäuschten Dümmel zurück.

Von den Paralympics in die Höhle der Löwen

Wie sich Erfolg anfühlt, weiß Jens Kroker. Er ist Leistungssportler. Fünf Mal hat Kroker, dem die linke Hand fehlt, Deutschland bei den Paralympics im Segeln vertreten und dabei mehrere Medaillen gewonnen. Mit seiner Frau Sabine Kroker-Hohmann und „Aktimed“ hofft er nun auf wirtschaftlichen Erfolg. Gemeinsam haben sie kinesologische Tapes und Verbände entwickelt, die mit pflanzischen Wirkstoffen angereichert sind.

Zwei Löwen sind besonders begeistert. „Ich glaube, dass ich ihnen in der Sportwelt ganz gut helfen kann“, sagt Carsten Maschmeyer. „Ich bin ein ganz ganz Mini-Experte, weil ich bereits Millionen von den normalen Tapes verkauft habe“, sagt Ralf Dümmel. Was liegt da näher als ein gemeinsames Angebot. Für 25 Prozent Firmenanteil zahlen Maschmeyer und Dümmel 150.000 Euro.

Nie wieder Motten

Ralf Ecks aus Hamburg weiß wovon er redet, wenn er „Caps“ als Premium-Produkt anpreist. Jahrzehntelang hat er in exklusiven Modehäusern gearbeitet. Seine Kleiderbügel mit Duftkartusche sollen Motten abwehren. Das überzeugt die Investoren. Nicht aber der Verkaufspreis: 29,80 Euro für einen Kleiderbügel und 29,80 Euro für vier Duftkapseln. „Da sind meine Lavendelsäckchen aber deutlich günstiger“, sagt Maschmeyer.

  • Ralf Dümmel
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Ralf Dümmel stellt die entscheidende Frage: „Wollen Sie die Reichen von Motten befreien, oder wollen Sie Menschen von Motten befreien?“ Ecks ist einsichtig. „Mit dem Preis müssen wir signifikant runterkommen“, gibt er zu. Als am Ende sogar Konkurrent Frank Thelen Werbung für Investor Dümmel macht („Das ist dein Löwe, um das Ding groß zu machen“), schlägt Ecks ein. Sie einigen sich auf 200.000 Euro für 30 Prozent.

Was nicht ankam

Anna-Alexia Hofmann scheiterte mit ihrer Gassiegeh-App „Walkie“. Die Begründung lieferte sie praktischerweise gleich selbst: „Die Zahlen sind nicht der Grund, warum einer von Ihnen investieren wird.“ Sie behielt Recht. Auch „Poolathlete“, eine Gegenstromanlage fürs Planschbecken, und der Essig vom „Darguner Klostervogt“ fielen bei den Investoren durch.