Maßnahmen größtenteils aufgehoben Welche Corona-Regeln jetzt noch in Europa gelten

Berlin · Hierzulande ist die Corona-Lage entspannt. Vielerorts gibt es keine Isolationspflicht mehr, die bundesweite Maskenpflicht in Fernzügen und -bussen endet nach fast drei Jahren. In einigen europäischen Ländern sieht es ähnlich aus - trotzdem gibt es noch ein paar Regeln zu beachten. Wir haben die Vorgaben zusammengefasst.

 Die Info-Seite reopen.europa.eu/de - auch via App abrufbar - informiert Reisende über Corona-Regeln in Europa.

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Foto: dpa-tmn/Catherine Waibel

Die EU hat ihren Mitgliedsländern Kontrollmaßnahmen für Reisende aus China empfohlen. Weil dort die Corona-Zahlen in die Höhe schießen, verlangen einige Länder bei der Einreise einen negativen Corona-Test.

In Belgien gilt in medizinischen Einrichtungen, also in Krankenhäusern, Arztpraxen und Apotheken, weiterhin die Maskenpflicht. In öffentlichen Verkehrsmitteln muss seit Mai vergangenen Jahres keine Maske mehr getragen werden.

Bulgarien hat die niedrigste Impfquote in der EU, trotzdem gibt es seit November 2022 keine verpflichtenden Corona-Maßnahmen mehr.

Dänemark hat die Maßnahmen im Kampf gegen das Virus bereits vor einem Jahr aufgehoben.

Finnland ist dem dänischen Beispiel kurz darauf gefolgt, so auch Island, Norwegen und Schweden.

In Frankreich gibt es keine Maskenpflicht mehr. Einrichtungen im Gesundheitsbereich können diese aber selbst auferlegen. Auch die Isolierung von Menschen mit positivem Corona-Test ist nun weggefallen.

In Griechenland muss in öffentlichen Verkehrsmitteln und medizinischen Einrichtungen weiterhin eine Maske getragen werden. Wie die Gewerkschaft der Bahn- und Busfahrer mitteilte, hält sich jedoch jeder dritte Fahrgast nicht daran. Wer keine Maske trägt, muss eigentlich eine Strafe in Höhe von 300 Euro zahlen. Kontrolliert werde das aber schon lange nicht mehr.

In Großbritannien und Irland gibt es keine Corona-Regeln mehr.

Italien hat im öffentlichen Raum nahezu alle Maßnahmen aufgehoben. Im Nah- und Fernverkehr sowie in der Gastronomie gilt die Maskenpflicht schon länger nicht mehr. Lediglich das Personal im Gesundheitsbereich muss noch bis Ende April dieses Jahres Masken tragen. Seit Juni 2022 brauchen Reisende aus dem Ausland keinen Impfnachweis oder negativen Test mehr.

In den Niederlanden gibt es keine Corona-Regeln mehr.

Österreich will bis zum 30. Juni dieses Jahres alle Corona-Maßnahmen beenden. Es gelte, zum Normalzustand überzugehen, hieß es vonseiten der Regierung. Die jetzt noch herrschende Maskenpflicht in Krankenhäusern und Pflegeheimen soll bis Ende April auslaufen. In Wien muss in öffentlichen Verkehrsmitteln noch eine Maske getragen werden.

In Polen gilt die Maskenpflicht in medizinischen Einrichtungen. Die Regelung soll zunächst bis Ende März dieses Jahres gelten. Eine Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln zu tragen ist schon seit langer Zeit keine Pflicht mehr.

Portugal hat die Maskenpflicht im Spätsommer vergangenen Jahres in fast allen Bereichen aufgehoben. Vorgeschrieben ist das Tragen einer Maske nur noch in medizinischen Einrichtungen und Seniorenheimen.

In der Schweiz gibt es keine Corona-Vorschriften mehr. Im öffentlichen Verkehr endete die Maskenpflicht im April 2022. Einzelne Kantone können aber weiterhin für Veranstaltungen Maßnahmen auferlegen, wenn sie es für notwendig halten.

Spanien schafft die Maskenpflicht im öffentlichen Personenverkehr in der nächsten Woche ab. Die Zahl der Neuinfektionen ist schon seit Monaten stabil auf niedrigem Niveau. Das Land war Anfang 2020 besonders schwer von der Pandemie getroffen worden. Deshalb war die Regierung bei der Lockerung der Regeln besonders vorsichtig. Erst vor einem Jahr war die Maskenpflicht im Freien abgeschafft worden. In medizinischen Einrichtungen muss weiterhin eine Maske getragen werden.

In Tschechien gelten keine Corona-Vorschriften mehr. Die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr fiel im April 2022. Covid-19 bleibt aber eine meldepflichtige Erkrankung. Bei einer nachweislichen Infektion ordnen die Behörden eine siebentägige häusliche Isolierung an.

In der Türkei gibt es keine Maßnahmen mehr.

(felt/dpa)