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Kinderschutzbund Sonsbeck wird nun von Katja Ververs geleitet

Nach Tod von Petra Olfen : Neue Zuversicht bei „Peter Pan“

Das Team des Kinderschutzbunds Sonsbeck ist nach dem Tod von Petra Olfen enger zusammengewachsen und hat sich neu aufgestellt. Katja Ververs hat die Führungsarbeit übernommen.

Ein Jahr hat sich das Sonsbecker Team des Kinderschutzbunds gegeben, um zu sehen, ob und wie es ohne Petra Olfen weitergehen kann, die im Juli vergangenen Jahres verstarb. Nach rund acht Monaten zieht Teamsprecherin Katja Ververs eine Zwischenbilanz. „Wir machen in Petras Sinn weiter. Bislang scheint es zu klappen“, erklärt sie.

Doch das war anfangs gar nicht so einfach, denn um viele Aufgaben hatte sich die engagierte Kinderschützerin Olfen bis zu ihrer Krankheit allein gekümmert. So erforderte es beispielsweise für ihre Schwägerin Katja Ververs einige Einarbeitungszeit in die für sie neue Büro-Materie. Die hatte bislang nicht zu ihren Aufgabengebieten gehört. Zudem lernte sie gezwungenermaßen das Delegieren von Aufgaben, statt alles in Eigenregie bewältigen zu wollen. „Die Welt kann ich nicht verbessern. Aber was möglich ist und in meiner Kraft steht, das versuchen wir weiterhin“, lautet das Credo der Labbeckerin.

Während ihr die Verwaltungsaufgaben unterliegen, kümmert sich Anja Hoffmann um die Familienbetreuungen und Kurse. Zukünftig plant Anja Hoffmann zudem, Workshops für Eltern zu den Themen Autismus, ADHS und Hochsensibilität anzubieten. Anni Bongarts betreut die Mitglieder und unterstützt bei den Verwaltungsaufgaben, um nur zwei von vielen weiteren unermüdlichen Helfern zu nennen. Katja Ververs hat die ehrenamtliche Führungsaufgabe angenommen, „damit Peter Pan, die Kinderoase und das, was Petra aufgebaut und geleistet hat, bestehen bleibt.“ Das geht nur, weil neben dem Team auch ihre Familie hinter ihr steht.

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Seit rund zwei Jahrzehnten ist Katja Ververs Bestandteil des Peter-Pan-Teams. Bereits in Labbeck half sie im „Nimmerland“. Seit dem Umzug in die Kinderoase gehört die Führung des Kleiderladens fest zu ihren Aufgaben. Jetzt kümmert sich die zweifache Mutter zudem um die administrativen Aufgaben. Stets unterstützt von den Frauen, die bereits Petra Olfen zur Seite gestanden waren.

Das Team sei enger zusammengewachsen und immer zur Stelle, „wenn ich eine von ihnen brauche. Ohne sie könnte ich das alles gar nicht“, sagt die 50-Jährige dankbar „Die Arbeit beim Kinderschutzbund macht mir Spaß. Ich verbringe meine Freizeit gerne mit dieser Aufgabe, wenn ich dafür die große Freude in den Augen derer sehe, denen wir helfen konnten.“

Dafür steht das Team unermüdlich im Kleiderladen, berät, bearbeitet Kur-Anträge, füllt auch mal einen Kühlschrank oder kümmert sich um Spenden, um die Hilfe für andere so unkompliziert wie geht möglich zu machen. „Wir möchten weiterhin so niedrigschwellig wie möglich für jeden da sein, der unsere Hilfe benötigt“, erklärt Katja Ververs. Aber sie hat festgestellt: „Für uns sind auch ganz viele Menschen da, die uns und unsere Arbeit unterstützen. Firmen und Privatleute ebenso wie die Gemeinde.“

Derzeit benötigen die Kinderschützer dringend eine weitere, kostengünstige Garage zur Lagerung von Material. Auch Trödel und gut erhaltene Sommerbekleidung für Erwachsene und Kinder werden benötigt.