Bau soll noch 2023 beginnen Politik gibt grünes Licht für Gewerbegebiet Münchheide V

Willich · Im Planungsausschuss gab es den Satzungsbeschluss für das neue Vorzeige-Gewerbegebiet, für das Photovoltaik oder Dachbegrünung verpflichtend festgesetzt wurde. Die Grünen hätten es gern noch etwas grüner gehabt.

 Westlich der Autobahn 44 entsteht Münchheide V.

Westlich der Autobahn 44 entsteht Münchheide V.

Foto: Norbert Prümen

Der Weg für Willichs Vorzeige-Gewerbegebiet ist frei. Am Dienstag hat der Planungsausschuss einstimmig den Flächennutzungsplan und Bebauungsplan mit Satzung für Münchheide V beschlossen, das die Gewerbeflächen Willichs über die A 44 hinweg erweitert. Mehrere Politiker sprachen von einem „Leuchtturm“. Der Ausschussvorsitzende Sascha Fassbender (CDU) lobte die Verwaltung für das Konzept und sagte: „Dieser Beschluss ist zukunftsweisend. Willich bekommt ein Gewerbegebiet, das in der Region seinesgleichen sucht.“

Auf 180.000 Quadratmetern soll Modernes entstehen: Frischluftschneisen, die entlang von Grünflächen wie dem „Pocket-Park“ als grüne Lunge und Treffpunkt verlaufen und auch den Versorgungsleitungen dienen. Ein Ladepark für E-Autos sowie eine Pflicht für Dachbegrünung oder Photovoltaik für Gebäude – mit baulichen Ausnahmen: Die Quote soll bei 80 Prozent liegen. Von einer verpflichtenden Fassadenbegrünung wurde abgerückt. Die Grünen lobten das Konzept in der Vergangenheit, hätten es aber gerne noch „etwas grüner“ gehabt. So sei eine Vorgabe von acht Pflanzen pro Quadratmeter auf dem Dach gut, eine Vorgabe für eine Mindestleistung bei Photovoltaik fehle aber. Zudem hätte man sich angesichts von teilweise bis zu 17 Meter hohen Gebäuden wegen des Landschaftsbildes und aus ökologischen Gesichtspunkten die Pflicht für Fassadenbegrünung gewünscht. Beides wurde von den anderen Fraktionen und der Verwaltung abgelehnt.

Der Tenor: Es sei im Interesse der Unternehmen, hochleistungsfähige PV-Anlagen zu installieren und diese mit Begrünung für Synergieeffekte zu kombinieren. Auf eine Festsetzung für die Fassaden habe man „aus Rücksicht auf Belange der Wirtschaftsförderung“ verzichtet. Zwar könne Münchheide V zehnmal vermarktet werden, man wolle sich aber die Firmen aussuchen, die Willich weiterbringen und, so Fassbender, „hochwertige Arbeitsplätze“ versprechen. Die Grundstücke werden nun verkauft, noch 2023 soll mit dem Bau begonnen werden.

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