Trauer um Naturschützer und Autor Hans Scholten aus Flüren

Motor des Nabu : Trauer um Hans Scholten

Der Jurist, Ornithologe Autor und Geschichtsfreund aus Flüren starb mit 84 Jahren.

Naturschützer, Geschichtsfreunde, Leser seiner Bücher und viele andere mehr trauern um Hans Scholten aus Flüren. Der promovierte Jurist ist am 4. Dezember im Alter von 84 Jahren gestorben. Bekannt war der Bundesverdienstkreuzträger und ehemalige Regierungsdirektor unter anderem als Altpräsident des Naturschutzbundes (Nabu) und Ehrenpräsident des Nabu NRW.

Geboren wurde Hans Scholten am 7. April 1935 in Dinslaken, aufgewachsen ist er in Blumenkamp. Nach Schule und Studium arbeitete Scholten als Regierungsdirektor bei der Landesbaubehörde in Essen und im Düsseldorfer Wirtschaftsministerium. 1995 ging er in den Ruhestand. 1963 trat Scholten in die Gesellschaft Rheinischer Ornithologen ein, 1975 wurde er Mitglied im Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV), aus dem später der Naturschutzbund Deutschland wurde. Zum Landesvorsitzenden des DBV wurde er 1978 gewählt und richtete die Landesgeschäftsstelle in seiner Heimatstadt ein. Ein Jahr später wurde der DBV als Naturschutzverband anerkannt und 1981 auf Vorschlag Scholtens von einem Vogelschutzverband in einen Umweltschutzverband umgewandelt. 1984 wurde Scholten zum Präsidenten und Bundesvorsitzenden des Verbands gewählt.

Nicht nur der Natur, auch der Kultur – besonders am Niederrhein – fühlte sich Hans Scholten stets verpflichtet. Er schrieb Romane, Erzählungen, Gedichte, betrachte historische Persönlichkeiten und ihr Wirken von einer ganz eigenen Warte und malte.

Weggefährten schildern, dass er seinen Literaturkreis liebte und glücklich war über die rekonstruierte gotische Rathausfassade im Herzen Wesels. Zu deren Füßen war er auf dem Großen Markt oft anzutreffen. Seine letzte große Leidenschaft galt der Sippe des großen Malers Derik Baegert und dem gotische Zeitalter der Stadt Wesel.

(fws)