Volksbank Rhein-Lippe baut neues Verwaltungsgebäude in Friedrichsfeld

Baukosten 17 Millionen Euro : Spatenstich für neues Volksbankgebäude

Künftig soll die Verwaltung für sämtliche Filialen der Volksbank Rhein-Lippe unter einem Dach sein. Dafür baut das Geldinstitut ein neues Gebäude in Friedrichsfeld. Es ist der Baustart eines Millionenprojektes.

Am Freitagvormittag feierte die Volksbank Rhein-Lippe den Baubeginn ihres neuen Verwaltungsgebäudes an der Postraße in Friedrichsfeld. Zu Gast waren Vertreter des Unternehmens, der Politik, der beteiligten Architekten, Ingenieure und einige Anwohner, die als künftige Nachbarn den Start des prestigeträchtigen Bauprojektes miterleben wollten.

Volksbankvorstandsmitglied Gerd Hüsken bedankte sich zunächst bei den etwa 70 Gästen im beheizten Zelt, die dem nasskalten Wetter zum Trotz den Weg auf das Areal gefunden hatten. Anschließend lobte er die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Voerde und Bürgermeister Dirk Haarmann.

„Ich verspreche Ihnen, wir bauen hier etwas Schönes: Das wird das modernste Bürogebäude am Niederrhein“, sagte Hüsken. Mit den konkreten Planungen für den neuen Standort hatte die Volksbank im Herbst 2018 begonnen.

Dass der symbolische Spatenstich an einem Freitag dem 13. stattfindet, so Hüsken, zeige das große Vertrauen in alle Beteiligten bei der Umsetzung. Offizieller Baubeginn ist Anfang Januar. Mitte 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Auf rund 17 Millionen Euro belaufen sich die Baukosten, neben dem neuen Gebäude sollen unter anderem eine Photovoltaikanlage auf dem Dach gebaut werden und E-Ladesäulen für Autos und Fahrräder. Zudem soll zwischen dem künftigen Verwaltungsgebäude und dem Kanal eine Streuobstwiese angelegt werden.

Die Verwaltungsabteilungen der Volksbank Rhein-Lippe waren bislang auf vier Standorte verteilt. Das Unternehmen erhofft sich durch die neue zentrale Verwaltung effizientere Abläufe. Etwa 130 Mitarbeiter sollen ab 2021 dann in Friedrichsfeld für die internen Abläufe zuständig sein.

Doch in den Volksbank-Filialen in Friedrichsfeld, Voerde und Wesel werde auch weiterhin das Kundengeschäft erfolgen, betonte Hüsken.

Und mit den Kunden der Volksbank habe man auch für dieses Projekt zusammenarbeiten wollen. „Wir haben überwiegend Unternehmen aus der Region beauftragt“, sagt Hüsken. Das Architektur- und Ingenieursbüro Neunzig Grad Hülsdonk aus Voerde hat die Entwürfe geplant; die Leitung des Projekts liegt beim Ingenieursbüro Dieter Rudolph aus Wesel; und den Rohbau verantwortet das Unternehmen Kahmann Bau aus Dinslaken.

Auch Bürgermeister Dirk Haarmann dankte für die gute Zusammenarbeit – und das „wohltemperierte Zelt“. Für ihn sei der erste Spatenstich eine positive Nachricht. Dass die Volksbank Rhein-Lippe in Friedrichsfeld investiere, sei ein Bekenntnis zur Region und es würden neue Arbeitsplätze entstehen. Zudem wird die Stadt von den Gewerbesteuereinnahmen profitieren.

„Ich freue mich sehr“, sagte Haarmann. „Obwohl das wohl heißt, dass das Voerder Rathaus nur noch auf Platz 2 der schönsten Gebäude am Niederrhein ist.“