Wermelskirchen: Die Liberalen schätzen die Folgeschäden nach Bachverunreinigung gering ein

Abwässer flossen in Braunsberger Bach : FDP gegen Sondersitzung zum Bach

Vertreter von Behörden werden diese Woche eine erste Einschätzung vornehmen, um dann ein Untersuchungsprogramm festzulegen.

Noch sind die Folgen der Verunreinigung des Braunsberger Bachs durch die Einleitung von Abwässern nicht untersucht. Vertreter von Behörden werden diese Woche eine erste Einschätzung vornehmen, um dann ein Untersuchungsprogramm festzulegen, teilt der Wupperverband auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Aber auf die Kritik der Grünen, es sei nicht über die Verunreinigung des Gewässers informiert worden, reagiert derweil der FDP-Fraktionsvorsitzende Jürgen Manderla. In der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses für den Städtischen Abwasserbetrieb (SAW) sei das Thema ausführlich von den Verantwortlichen dargestellt worden, teilt er mit.

„Es kommt zu Einleitungen, die den Bach belasten, aber aus meiner Sicht ist eine akute Umweltgefährdung, die die anschließenden Fließgewässer belastet, eher überschaubar“, sagt Manderla und schätzt die Folgeschäden gering ein. Voraussetzung sei allerdings, dass der rollende Kanal, also das Abpumpen des Schmutzwassers aus den Becken durch Saugfahrzeuge, intensiviert wird, damit die Einleitungen so gering wie möglich gehalten werden. „Es ist ein Glück, dass die Vorfluter relativ viel Klarwasser führen“, sagt Manderla.

Nach Aussage von Tiefbauamtsleiter Harald Drescher seien die Protokolle der Selbstüberwachung vollständig, so dass die Stadt allen Verpflichtungen nachgekommen sei. Eine Sondersitzung von Bau- und Umweltausschuss sowie dem Betriebsausschuss Abwasser sei überflüssig. Manderla: „Die Abwasserbeseitigungspflichtigen der Stadt waren tätig, um den Schaden zu minimieren.“

(pd)
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