Wermelskirchen: Mehr Besucher als erwartet bei Wohnungsbesichtigung in der Dhünner Straße

Seniorenwohnungen in Wermelskirchen : Mehr Mietinteressenten als erwartet

Einige der Sozialwohnungen für Mieter über 60 Jahre stehen nach wie vor leer.

Bereits um 10 Uhr 30, eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung, standen die ersten Interessenten vor der Tür. Größer als im Vorfeld erwartet war der Andrang beim Tag der offenen Tür in der Dhünner Straße 5, bei dem potentielle Mieter die seniorengerechten Wohnungen in der Anlage besichtigen konnten. Zurzeit stehen in der Immobilie an der Dhünner Straße – einem der vier „Eifgenhäuser“, die von der Altenzentrum Wermelskirchen GmbH betrieben werden – mehrere Wohnungen leer, und die Betreiber hoffen auf den Zugewinn neuer Bewohner.

„Viele Interessen haben sich positiv überrascht über die Wohnungen gezeigt“, konstatierte Inge Frede, Geschäftsführerin der Altenzentrum Wermelskirchen GmbH. „Einige sagten, dass es für sie infrage käme, einzuziehen“, so Frede weiter. Manche Besucher waren jedoch  skeptischer: „Die Zimmer waren einigen auch zu klein“, sagte Frede.

Zwei Arten von Wohnungen werden derweil zur Miete angeboten: Einzelwohnungen mit einer Fläche von 40 Quadratmetern sowie Wohnungen für zwei Personen mit 51 Quadratmetern.  Eine Interessentin, die aktuell in Wuppertal wohnt, aber wieder zurück nach Wermelskirchen ziehen möchte, war von der Lage des Eifgenhauses angetan: „Der Ausblick auf den Park und das Gymnasium gefällt mir sehr – und auch der Balkon ist schön“, so die Interessentin. Schon seit längerem wohnt hingegen Karin Hohs an der Dhünner Straße. Die Wermelskirchenerin hatte am Samstag ihre Wohnung zur Besichtigung zur Verfügung gestellt und ist zufrieden mit der Unterkunft: „Hier gibt es genug Platz und eine schöne Aussicht“, so Hohs. Auch sie war vom recht starken Andrang überrascht: „Ich hatte schon Besuch von sieben oder acht Interessenten“, sagte Hohs rund eine Stunde nach Beginn der Veranstaltung.

Die Gründe dafür, dass derzeit insgesamt zehn Wohnungen an der Dhünner Straße leerstehen, sind derweil vielfältiger Natur. Neben dem Umstand, dass viele potentielle Mieter heute länger als früher in ihrer eigenen Wohnung bleiben, hält Ulrich Gräfe, Aufsichtsratsvorsitzender der Altenzentrum Wermelskirchen GmbH, auch Missverständnisse über die Art des Wohnens in der Anlage für eine Ursache: „Die Art und Weise, wie die Eifgenhäuser früher vermarktet wurden, konnte den Eindruck erwecken, dass es sich dabei um Seniorenheime handeln würde - womöglich ist das auch jetzt noch in den Köpfen drin“, so Gräfe. Dabei wohnen die Mieter in den Eifgenhäusern selbstbestimmt in den seniorengerechten Unterkünften. Auch ein Freizeitprogramm wird angeboten, wobei die Entscheidung, ob sie sich daran beteiligen möchten, bei den Mietern liegt. „Wir bieten in der Regel das an, was auch angenommen wird“, so Gräfe.

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