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Rhein-Berg: Jeder dritte Infizierte hat die Virus-Variante

Corona-Pandemie im Rheinisch-Bergischen Kreis : Jeder dritte Infizierte hat die Virus-Variante

Bei jedem dritten Corona-Infizierten, der vom 9. bis 16. Februar im Rheinisch-Bergischen Kreis positiv getestet wurde, gibt es Hinweise auf eine Virus-Variante.

Das teilt das Gesundheitsamt des Kreises mit. Inzwischen sind zwei Varianten in Rhein-Berg festgestellt worden: die britische und die südafrikanische Mutationen.

Das Gesundheitsamt hat in den ersten beiden Februar-Wochen alle positiven Corona-PCR-Testergebnisse mit einem  Target-PCR-Tests auf das Vorliegen von Hinweisen auf Virus-Varianten überprüft. Hierbei ergab die Auswertung für die erste Testwoche vom 1. bis 8. Februar  bei 10,43 Prozent der positiv Getesteten Hinweise auf eine Virus-Variante. Für die zweite Woche vom 9. bis 16. Februar waren es 34,39 Prozent. Somit ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Nach Rücksprache mit dem beauftragten Labor haben alle aufgrund eines positiven Target-PCR-Tests durchgeführten Sequenzierungen das Ergebnis der Target-PCR auch bestätigt.

Birgit Bär, Sprecherin des Krisenstabes: „Aufgrund der Ergebnisse wird das Gesundheitsamt die Target-PCR-Tests bis auf weiteres durchführen.“ Dies erfolgt auf Eigeninitiative des Kreises. „Wir wollen einen Überblick bekommen, wie die Verbreitungsgeschwindigkeit der Mutanten ist.“ Deswegen wird auch nicht nach Kommunen aufgesplittet. „Absolute Zahlen sind nicht maßgebend“, sagt Bär. Bekannt ist, dass am Sonntag bei zwei bekannt gewordenen Corona-Fällen in Odenthal die südafrikanische Variante festgestellt wurde.

Wie aber wird der Krisenstab auf diese schnell Verbreitung reagieren ? „Hier muss es eine Gesamtstrategie von Bund und Land geben“, fordert Bär. Der Krisenstab des Rheinisch-Bergischen Kreises könne fürs Kreisgebiet keine eigenen Regeln aufstellen. „Am Dienstag wird die Verbreitung der Mutanten sicher auch Thema in der Sitzung des Krisenstabs sein“, kündigte die Sprecherin an. Die jetzige Verbreitungsgeschwindigkeit bestätige eigentlich nur die Zahlen aus gesamten Republik. Ihr Appell: Die AHA-Regeln noch strenger einhalten.

Am Montag meldete der Kreis 18 weitere bestätigte Corona-Fälle, darunter keiner in Wermelskirchen. 29 weitere Personen gelten als gesen. 372 Personen sind aktuell infiziert, darunter 44 aus Wermelskirchen.  796 Menschen sind in Quarantäne, darunter 76 Wermelskirchener.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Landeszentrum für Gesundheit NRW nun bei 59,0.

(tei.-)