Wegberger Weihnacht und Adventsdorf in Erkelenz zum 1. Advent 2019

"Wegberger Weihnacht", Eisbahn und Mittelaltermarkt in Erkelenz : Adventsstimmung im Stadtzentrum

In Wegberg boten Aussteller auf der „Wegberger Weihnacht“ und neuem Adventsmarkt im Klosterhof eine Vielfalt an handgearbeiteter Ware an. In Erkelenz zogen das Adventsdorf und der Mittelalterliche Markt viele Besucher an.

Die Neugestaltung des Innenhofs des ehemaligen Karmeliterklosters war rechtzeitig so weit vorangeschritten, um ihn für den ersten Adventsmarkt zwischen den historischen Mauern öffnen zu können. Kleine lodernde Lichter auf den die Einfahrt säumenden Mauern empfingen hier die zahlreichen Besucher sowie Musikbeiträge auf der Empore. Der traditionelle Markt „Wegberger Weihnacht“ der Werbegemeinschaft Wegberg mit der städtisch organisierten 10. „Wegberger Eisbahn“ auf dem Rathausplatz war somit um eine schöne Attraktion erweitert und das Potenzial der Mühlenstadt zusätzlich genutzt worden. Sehr zum Vorteil für die Gäste, die die adventliche Stimmung im Stadtzentrum genossen.

In und an der Fußgängerzone hatten auch am Samstagnachmittag einige Geschäfte länger geöffnet und boten auf Ständen vor der Tür Wolle oder Antiquitäten neben nützlichen Dingen des Alltags an anderen Ständen an. Dabei glänzten die Weihnachtsbäume vor den Geschäften mit roten Schleifen oder Kugeln, farbigem Schmuck sowie verschiedenen Lichterketten um die Wette. In der Räumlichkeit neben dem Café Hoffmann bot die Bäckerei Plätzchen und mehr für den guten Zweck an, Wildenrather Aussteller präsentierten Karten, Papierkreationen und Keramik. Oberhalb des Brunnens gab es in stimmungsvoller Atmosphäre Crepes vom Abi-Jahrgang 2020 des Gymnasiums neben weihnachtlichen Accessoires und Pflanzen, handbemalten Fliesen, selbstgebastelten Unikaten für Geld- oder Gutscheingeschenke sowie weihnachtlich dekorativen Sets mit Lichtkugeln und Genähtem vom Förderverein des evangelischen Familienzentrums „Pusteblume“ zu entdecken. Mitglieder der Werbegemeinschaft versorgten die Besucher mit Getränken, mit denen sich angenehm die Zeit bei Live-Musik verbringen ließ. Dazu gab es mit Leckerem vom Grill, frischem Panhas, Reibekuchen, holländischen Fritten und indischen Speisen eine reichhaltige kulinarische Auswahl, die Angebote des Winterdorfs und neuen Adventsdorfs im Klosterhof um Süßes und Herzhaftes ergänzten.

Zum mittelalterlichen Adventsmarkt hatten Händler und Akteure ihr Lager am Fuß der Erkelenzer Burg aufgeschlagen. Der Werkzeugschmied Drachenschlag schmiedet ein Messer für alltägliche Arbeiten. Foto: Ruth Klapproth

Und während sich ein Mal mehr viele Einzelpersonen, Familien und Gruppen an und auf der 300 Quadratmeter großen Kunsteisbahn tummelten, erkundeten viele andere auf der gegenüber liegenden Seite die Atelieretage der zehn Künstler unter dem Dach und das Marktgeschehen im Klosterhof. Hier gab es an den Holzbuden sowie in zwei Räumen im Gebäude von Hand bemalte Keramikkannen, handgenähte Kissen, Johannisbeerlikör, afrikanische oder indische Artikel, Zinnfiguren, Holzobjekte und Hüte zu erstehen. Sie seien von der Resonanz überwältigt, sagte Willibert Jansen vom Helferkreis „St. Martin hilft“. Die Neugestaltung des Innenhofs, die mit Pflanzen und Sitzgelegenheiten fortgeführt wird, war nach der Fällung der großen, von einem Pilz befallenen Kastanie erfolgt. Unter dem Gedanken der Helfer, einen „Ort der Begegnung“ zu schaffen, führte Ehrenamtler Michael Baumeister die Planung durch. Mit Unterstützung des Bauhofs entstanden beiderseitig mit Kies ausgelegte Terrassen, die viel Platz für die Aussteller boten. Dazu lud im Refektorium eine Cafeteria zum Verweilen ein: Der Erlös daraus und aus dem Glühweinverkauf kommt sozialen Projekten der Initiative zugute. Die Einnahmen aus dem Kakao-Verkauf des Katholischen Jugendheims gehen in dessen Arbeit.

Auch in Erkelenz wurde pünktlich zum ersten Advent die Vorweihnachtszeit eingeläutet. Bürgermeister Peter Jansen und Erkelenzer Kinder eröffneten am Freitag das Adventsdorf auf dem Markt mit dem Schmücken des Tannenbaums, musikalisch begleitet vom Städtischen Musikverein Erkelenz. Wie üblich gibt es allerlei Leckereien zu verköstigen und Kunsthandwerk zu bestaunen wie Korbflechten und Besenbinden. Zudem sind zwei Attraktionen zurückgekehrt, nachdem ihr Fehlen im Vorjahr beklagt wurde – das Kinderkarussell und der Glasbläserstand sind wieder fester Bestandteil des Adventsdorfes. Der Glaskünstler bietet unter anderem Schmuck aus venezianischem Murano-Glas an. Neben den Handwerkswaren aus Glas und Holz und der Besenbinderei werden am karitativen Stand wieder regionale Produkte angeboten, deren Erlös für den guten Zweck bestimmt ist. Zum Eröffnungswochenende hatte der Heimatverein im Alten Rathaus einen Buchmarkt organisiert.

Ergänzend gruppierte sich rund um die Burg der mittelalterliche Adventsmarkt, organisiert von den Freunden der Burg. Händler in Gewändern aus längst vergangener Zeit boten Schmuck, Wolle, Kleidung, Seifen und Imkereiprodukte feil. Schausteller, Ritter und Wahrsager hatten ihr Lager am Fuß der Burg aufgeschlagen. Im Burghof lockten warme Speisen und Getränke sowie Live-Musik. „Burgherr“ Peter Fellmin und seine Mannen führten Besucher durch das alte Gemäuer und das neue Museumszimmer.

Die Geschäfte luden amSonntag zum Geschenkebummel ein, der Nikolaus fuhr am Nachmittag mit der Pferdekutsche durch die Stadt, um am Adventsdorf mit Bürgermeister Jansen Geschenktüten an die Kinder zu verteilen. Da sich das Adventsdorf als beliebter Treffpunkt etabliert hat und bereits viele Reservierungen für die rustikale Taverne vorliegen, hat der Veranstalter die Sitzplätze um fast 100 auf 300 erhöht. Täglich treten unter den Arkaden des Alten Rathauses bekannte Musiker auf, darunter Rob Sure, Musical Friends, Beets‘n‘Berries, René Pütz von Booster und Just is.

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