Kreis Heinsberg: Neue Marke für Lebensmittel aus der Heimat

„Heinsberger Land – das schmeckt man“ : Neue Marke für regionale Lebensmittel

35 Partner sind zum Start von „Heinsberger Land – das schmeckt man“ dabei. Die neue Regionalmarke ist eine Plattform für regionale Erzeuger und ihre Partner aus der Gastronomie im Kreis Heinsberg.

Frische Weide-Eier aus dem mobilen Hühnerstall vom Böscherhof aus Wegberg-Venheyde, saftiges Fleisch von Wurstspezialitäten Esser aus Lövenich, schmackhafter Spargel von Ohlenforst aus Effeld und leckeres Bier aus dem Hilfarther Brauhaus – wenn es um hochwertige Lebensmittel geht, hat der Kreis Heinsberg jede Menge zu bieten. Eine Regionalmarke für hochwertige Lebensmittelprodukte aus dem Kreisgebiet zu kreieren, dieser Gedanke treibt Ulrich Schirowski, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) für den Kreis Heinsberg, schon seit langem um. Jetzt ist es so weit: Landrat Stephan Pusch und Ulrich Schirowski präsentierten die neue Regionalmarke „Heinsberger Land – das schmeckt man“. Es soll als Label für regionale landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel sowie qualitätvolle, der Region verbundene Gastronomie stehen.

Mit „Heinsberger Land – das schmeckt man“ wollen die Verantwortlichen den regionalen Erzeugern und Partnern aus der Gastronomie ein Label und eine gemeinsame Plattform geben, ihre Herkunft, ihre regionale Verbundenheit und ihren Qualitätsanspruch besonders herauszustellen. 35 Partner sind zum Start von „Heinsberger Land – das schmeckt man“ bereits offiziell dabei. Sie haben sich durch eine dezidierte Kooperationsvereinbarung der gemeinsamen Sache verpflichtet. Stellvertretend hatte Landrat Pusch vier der bisher 35 Partner mit in die Vorstellungsrunde eingeladen: Chris Hensgens vom gleichnamigen Spargelhof aus Selfkant-Havert, Brauer Wilhelm Fell vom Hilfarther Brauhaus, Gastronomin Birgit Wilms-Regen vom Haus Wilms in Wassenberg-Effeld sowie Karl-Heinz Esser, Seniorchef von Wurstspezialitäten Esser mit Hauptsitz in Erkelenz-Lövenich.

„Regionale Produkte liegen im Trend – und das ist auch gut so“, sagte Landrat Stephan Pusch bei der Präsentation der neuen Regionalmarke. Die Menschen hinterfragten zunehmend, woher ihr Obst und Gemüse komme oder unter welchen Bedingungen ihre Milch- oder Fleischprodukte erzeugt und weiterverarbeitet werden. Regionale Produkte stünden für Frische, Qualität, Authentizität und Genuss – und eben nicht für industrielle Massenware und Fastfood. „Das sind genau die Attribute, für die wir im ländlichen Kreis Heinsberg – im Heinsberger Land – stehen sollten. Ich jedenfalls identifiziere mich damit und sage: Support your local farmer! Lieber lokal als global kaufen – wegen der Qualität, der regionalen Wertschöpfung und nicht zuletzt auch wegen des Klimas.“

Als die Wirtschaftsförderung vor fast drei Jahren mit der touristischen Vermarktung in die Offensive ging, nahm auch die Idee für eine Regionalmarke Gestalt an. Die Verwandtschaft zwischen der touristischen Marke „Heinsberger Land – erfrischend entspannt“ und der Regionalprodukte-Marke „Heinsberger Land – das schmeckt man“ sei kein Zufall, sondern eine gezielte Verstärkung dessen, was man in der Region Gutes zu bieten habe, erklärte Ulrich Schirowski. „Wenn man an heimische Landwirtschaftsprodukte denkt, dann fallen einem gleich Spargel und Erdbeeren ein – aber es gibt natürlich viel, viel mehr“, sagte er. Man müsse nur ein wenig „an der Oberfläche kratzen“ und mit den Akteuren reden – Landwirte, Metzger, Bäcker, Brauer, Imker, Käser, Hofläden oder eine hervorragende regionale Gastronomie. Ulrich Schirowski fasste so zusammen, was das neue Label zusammenführen will: „Was wir in unserer Region zu bieten haben, das kann sich wahrlich sehen lassen. Darauf können wir stolz sein.“

(RP)