Tausende beim Kindertag in Viersen-Dülken

Viersen-Dülken : Beach-Cup und Kindertag füllen Dülkens Innenstadt

Tausende Kinder und Erwachsene kamen zum 29. Dülkener Kindertag zum Alten Markt und in die umliegenden Straßen.

Mit Schlangen an den Ständen bei strahlender Sonne war der 29. Kindertag in Dülken ein voller Erfolg. Tausende Besucher kamen am Sonntag in die Dülkener Innenstadt, neben dem Aktionstag für Kinder und Familien hatten auch Geschäfte und Gastronomien geöffnet. Zeitgleich fand ein Beach-Volleyball-Event statt.

Teakwondo ausprobieren, ein Hufeisen schmieden, im Führerhaus eines Gerätewagens der Feuerwehr sitzen: Für Kinder gab es an diesem Sonntag viel zu erkunden und zu probieren. An mehreren Hüpfburgen konnten sich die kleinen Besucher austoben, in einem mit Sand gefüllten Baucontainer mit Schaufel und Eimer spielen und Burgen bauen. „Es ist schön, die Kinder auch mit den ganz einfachen Sachen begeistern zu können“, sagt Jasmin (30) aus Dülken. Mit ihrer 18 Monate alten Tochter und ihrem Mann Karsten war sie dieses Jahr zum ersten Mal beim Kindertag.

Bereits zum vierten mal hingegen besuchte Judith Rillke mit ihrer Familie das Fest. „Im vergangenen Jahr gab es mehr Attraktionen für kleine Kinder“, sagt die 27-Jährige. Trotzdem sei das Fest auch dieses Jahr ein schönes Erlebnis gewesen: „Als wir zu Hause sagten, dass es zum Kindertrödel und zum Kindertag geht, wusste der Kleine direkt, was los ist“, sagt Rillke. Highlight sei bisher jedes Jahr die Station bei der Feuerwehr gewesen: Dort können die Kinder die Ausrüstung und ein Fahrzeug anschauen und auch selbst bei einer Übung zum Wasserschlauch greifen. „Das machen wir aber immer zum Schluss“, sagt Rillke.

An der Feuerwehr-Station bereite den meisten Kindern das Sitzen im Führerhaus die größte Freude, sagt Thomas Immes, stellvertretender Leiter des Löschzugs in Dülken. „Für die jüngeren Kinder sind die Geräte zu kompliziert, aber vorne rein zu dürfen, finden alle toll.“ Und selbst die Eltern würden beim Fahrzeug genauer hinschauen. 

Am Stand der Kampfsportgemeinschaft Oh-Do-Kwan konnten Kinder verschiedene Übungen an sogenannten Pratzen ausprobieren. So werden Polster genannt, die zum Üben von Schlägen und Tritten verwendet werden. Einige Kinder aus dem Verein demonstrierten, was mit Training und Ausdauer möglich ist: Die Jungen und Mädchen zeigen verschiedene Kicks, Sprünge und Drehungen.

Geduld, aber vor allem Kraft brauchten Besucher beim Stand der St.-Eligius-Bruderschaft: Am Stand der Schmiedemeister war es warm, dort wurden Eisenstangen bis zum Glühen erhitzt, bevor die Kinder mit einem Hammer auf das Metall schlagen und ein Hufeisen formen durften. „Manchmal auch mit etwas Hilfe von Mama oder Papa“, sagt Norbert Hoffmann. Der 68-Jährige ist einer der sieben Männer, die mit den Kindern die Glücksbringer herstellten. „Manche Kinder sehen wir jedes Jahr wieder“, sagt Hoffmann. „Die können das dann schon richtig gut.“

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