Oberliga-Handballer des TV Lobberich schon am Freitag beim Bergischen HC II

Handball-Oberliga : Lobbericher sind am Freitag gefordert

Der Handball-Oberligist aus Nettetal spielt vorgezogen beim Bergischen HC II. Auch wenn es schwer ist, bei dem ungewohnten Spieltermin die volle Konzentration aufzubauen, wollen die Lobbericher ihre Erfolgsserie fortsetzen.

Bereits heute Abend müssen die Oberliga-Handballer des TV Lobberich im vorgezogenen Meisterschaftsspiel beim Bergischen HC II in Solingen antreten. „Freitags nach der Arbeit ist es immer ein bisschen schwierig, den Fokus zu bekommen“, sagt Spielertrainer Christopher Liedtke. Trotzdem stimmte der Verein, dem schon früh geäußerten Wunsch des BHC auf Verlegung der Partie zu.

Die Lobbericher treten die Reise mit dem klaren Ziel an, zwei Punkte mitzubringen. „Wir sind drei Spiele ungeschlagen, haben von den letzten acht Spielen nur eines verloren. Daran wollen wir anknüpfen und gewinnen“, sagt Liedtke. Aktuell belegt der Aufsteiger den vierten Tabellenplatz. Dort im oberen Tabellendrittel möchten die Lobbericher auch gerne bleiben. Der BHC II siedelt sich etwas weiter unten in der Tabelle an. Als Elfter hat die Truppe um Spielertrainer Mirko Bernau drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Es gibt allerdings keinen Grund für die Lobbericher, den Gegner aufgrund des Tabellenbildes zu unterschätzen. „Die sind jung, schnell und agil“, sagt Liedtke. Die Spieler sind allesamt gut ausgebildet. Schließlich ist es das Ziel des Vereins, die jungen Talente mit Hilfe von Bernau als hauptamtlichem sportlichen Leiter und Trainer an den Kader des Bundesliga-Teams heranzuführen.

Im jüngsten Spiel stellte der BHC Borussia Mönchengladbach auf die Probe. Beim 18:17-Sieg der Borussen glänzte Torhüter Rasmus Ots, der zum Bundesliga-Kader gehört. Lange Zeit operierte der BHC dank der Übersicht von Mirko Bernau dabei mit dem siebten Feldspieler. „Wir müssen schauen, dass wir Jannis Keull in den Griff bekommen“, sagt Liedtke. Der Spielmacher des BHC ist der Dreh- und Angelpunkt in der Offensive der Solinger. Er setzt die Kreisläufer gut ein und ist auch noch der bislang erfolgreichste Torschütze seiner Mannschaft. „Sie gehen viel Eins-gegen-Eins“, meint Liedtke nach seinen Analysen. Ein gefährlicher Rückraumschütze fehlt dem Team im Moment. „In den ersten Spielen hatten sie jemanden. Aber zuletzt nicht mehr“, berichtet der Lobbericher Coach.

In der eigenen Abwehr braucht der TV Lobberich die Bereitschaft, füreinander zu arbeiten, Konsequenz sowie Konzentration, um keine Lücken entstehen zu lassen. Sein Team müsse in der Offensive die oftmals praktizierte 6:0-Abwehr des BHC „geduldig auseinanderspielen“. Angesichts von vier Ausfällen wird dabei wohl auch wieder Christopher Liedtke auf dem Parkett mithelfen müssen. „Es könnte schon sein. Ich bin immer auf alles vorbereitet“, sagt er.

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