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Sportler des Monats: Marco Beerens von Athletik Waldniel

Sportler des Monats : Marathonläufer ist noch nicht am Ziel

Der Langstreckler von Athletik Waldniel peilt über die 42,195 Kilometer eine Zeit von unter 2:35 Stunden an.

Für Marco Beerens (Athletik Waldniel) hat sich der Ausflug zum Frankfurt-Marathon gelohnt. Trotz der kalten und windigen Bedingungen lief er in der Zeit von 2:35:29 Stunden einen neuen persönlichen Rekord. Nach der Zwischenzeit von 1:17:10 über die halbe Marathondistanz absolvierte er die zweite Hälfte in 1:18:19 Stunden. Als 179. im Gesamtklassement schaffte der Waldnieler den zwölften Platz in der Altersklasse ab 40 Jahre. Damit hat er sich die Wahl zum Sportler des Monats redlich verdient.

Dass es ein gutes Jahr für ihn werden würde hatte er schon im Frühjahr beim Düsseldorf-Marathon angedeutet, wo bereits mit tollen 2:37:01 Stunden ins Ziel gekommen war. Das hätte sogar zu Platz vier in der DM-Wertung seiner Altersklasse gereicht, dafür war er aber nicht gemeldet. Beerens Erfahrung ist groß, über 40 Marathonläufe dürfte er bis jetzt schon gelaufen haben. „Im Prinzip laufe ich im Jahr zwei Marathons ernsthaft mit klarer Zielvorstellung“, sagt er. Die Leidenschaft für den Langstreckenlauf entdeckte Beerens, als er mit 32 Jahren beim SC Waldniel seine aktive Fußballlaufbahn in der Bezirksliga beendete. „Ich suchte eine neue sportliche Herausforderung. Da ich auch als Fußballer schon immer gern gelaufen bin, war das Ziel Marathon naheliegend“, sagt der 42-Jährige, Seinen ersten Marathon legte vor zehn Jahren in Köln in 3:16 Stunden zurück. „Seitdem versuche ich, meine körperlichen Grenzen auszuloten.“

   Als Fußballer kickte Marco Beerens (Mitte) für den SC Waldniel. Nach seiner Karriere schnürte er die Laufschuhe.
Als Fußballer kickte Marco Beerens (Mitte) für den SC Waldniel. Nach seiner Karriere schnürte er die Laufschuhe. Foto: Dieter Wiechmann/Wiechmann, Dieter (dwi)
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Jahrelang scheiterte er an der 2:40-Stunden-Grenze, bis er sie vor zwei Jahren erstmalig mit 2:37:29 knackte. Seit 2017 nimmt er auch vermehrt an Ultraläufen in den Bergen teil. Trotzdem hat die Marathondistanz von 42,195 Kilometer für ihn einen besonderen Reiz. „Die Faszination am Marathon ist für mich das gezielte monatelange Training auf einen bestimmten Tag hin, an dem man in Topform und an seine Grenzen gehend eine gute Leistung erzielen will. Geht dieser Plan auf, ist das ein unbeschreibliches Gefühl, dass Nichtläufern nur sehr schwer zu vermitteln ist“, erklärt der Mediengestalter.

Sein Highlight in der ersten Hälfte des Jahres 2019 soll der Zugspitz-Ultratrail im Juni werden, der über 100 Kilometer mit enormen Höhenmetern führt. „Bei dem bin ich dieses Jahr nach 75 Kilometern völlig entkräftet ausgestiegen. Jetzt habe ich natürlich für mich persönlich noch eine Rechnung offen“, erzählt der Waldnieler mit einem Schmunzeln auf den Lippen. „Ich trainiere fast immer alleine - eigentlich immer“, meint Marco Beerens. Er ist jeden Arbeitstag mit Rucksack zwischen Ungerath und Brüggen im Laufschritt neun Kilometer unterwegs. Auf dem Nachhauseweg dehnt er die Trainingsrunde auf bis zu 16 Kilometer aus. Nachdem sein altes Auto den Geist aufgegeben hatte, verzichtete er weiter auf einen Wagen - und das jetzt schon seit fast drei Jahren. „Das zeigte mir, dass es auch ohne fahrbaren Untersatz geht.“ In den Wochen vor einem Marathonlauf trainiert Marco Beerens im Schnitt rund 140 Kilometer in der Woche, wobei es zu Spitzen von bis zu 170 Kilometer kommen kann. „Auch wenn es in diesem Jahr noch nicht geklappt hat, bleibt mein Ziel, unter die magische Grenze von 2:35 Stunden zu laufen. Da bin ich jetzt nah dran.“

Die Sportlerwahl des Monats ist eine gemeinsame Aktion der Sparkasse Krefeld, der NEW, des Allgemeinen Krankenhauses Viersen, des Kreissportbundes und der Rheinischen Post.